Mancher wird sich fragen, wo bitteschön die Verbesserung liegt, wenn man die “alten” Elfenwald-Seiten mit den “neuen” vergleicht. Zumindest optisch ist die neue Version nämlich, ähm, etwas “ungelenk”, *grins*, und obendrein sehr blau (das hab ich schon mal bereinigt…) – und nicht wirklich viel hübscher als das alte Design.
Mir ging es bei dem Relaunch um zwei Dinge:
- Ich mag zwar technisches Gefummel, aber auch meine Zeit ist begrenzt, und ich hatte immer weniger Lust, bei mehreren Content-Management-Systemen auf dem Laufenden zu bleiben. WordPress hat sich längst von einem kleinen Blog-System zu einem sehr universell einsetzbaren CMS entwickelt, und ich lerne immer besser, es einzusetzen. Künftig basieren ALLE meine WebSites auf WordPress - Drupal, DokuWiki, etc. fliegen raus. Eine Umstellung von anderen Systemen ist immer mit Gemurkse und Verlusten verbunden, aber mir spart es mittelfristig eine Menge Gewerkel, und ich kann mich besser auf Inhalte konzentrieren. Die alten Elfenwald-Seiten liefen auf einem (übrigens sehr guten) Wiki-System (“DokuWiki”), die neuen entwickele ich jetzt auf WordPress. Das war mein Hauptbeweggrund – ich administriere meine Server und WebSites selbst, und ich möchte nur noch mit einem System arbeiten.
- Die bisher etwas “zerfledderte” Landschaft der Elfenwald-bezogenen Seiten (Hauptseite, privates Blog, Webcam, Unterstützer-Portal, etc.pp.) sollte zusammengeführt werden. Mein privates Blog lasse ich vielleicht noch parallel laufen (wird über RSS eingebunden), aber der Rest kommt wieder unter ein Dach. Dafür brauchte ich ein System, das entsprechend flexibel und erweiterbar ist. Und ein Layout, das es ermöglicht, eine Menge unterschiedlicher Inhalte unterzubringen, ohne allzu unübersichtlich zu werden.
Wie Ihr seht, spielte ein neues “Design” nicht die Hauptrolle, zunächst.
Einer der vielen Vorteile von Content Management Systemen wie WordPress ist die Trennung von Funktionen/Programmlogik, Inhalten, und Design/Layout.
Für die weniger technischen unter Euch sei das mal kurz und unsauber erklärt: “WordPress” ist im Prinzip ein “Programm”, nur daß es im Gegensatz zu Office-Programmen, Photoshop, etc. halt auf einem Webserver läuft und sein Hauptjob ist, Webseiten zu verwalten und anzuzeigen. Dafür beinhaltet WordPress bestimmte Grundfunktionen (Texte schreiben, Kategorien anlegen, Bilder hochladen, Kommentare verwalten, etc.pp.) und kann durch “Plugins” mit Zusatzfunktionen erweitert werden, auch nachträglich.
In einer “Datenbank” (=schneller, übersichtlicher Zettelkasten) verwaltet WordPress dann die Inhalte – also meine Texte, Eure Kommentare, Bilder, Links, etc. Die Inhalte sind dabei nur grob formatiert, ein Artikel enthält z.B. zwar die Angabe, daß ein Wort im Artikel fett dargestellt werden soll, aber nicht, welche Schriftart dabei zum Einsatz kommen soll, oder wie der Artikel auf der Seite dargestellt werden soll, und wie WordPress die sonstigen Seitenelemente (Navigation, Links, Werbung, Bilder, usw.usf.) drumherum verteilen soll.
Diesen Job übernimmt eine Sammlung von Templates/Designvorlagen, bei WordPress “Theme” genannt. Dort ist festgelegt, welche Schriften wo verwendet werden, Farben, Bilder und Icons, und wie das Layout aussehen soll (Spalten, Breite, etc.pp.).
Dieses Theme ist unabhängig von den Inhalten und kann jederzeit gewechselt werden. So kann man nachträglich das Aussehen der gesamten WebSite komplett verändern, ohne jeden Artikel einzeln nachträglich neu zu formatieren.
Mittlerweile existieren für WordPress buchstäblich Tausende von Themes – die man einfach so verwenden oder für seine Zwecke anpassen kann. Dabei gibt es Themes, die sich rein auf die optische Gestaltung beschränken, andere bringen gleich noch erweiterte Funktionen oder eigene Plugins mit und erweitern so die Funktionalität von WordPress. Und es gibt natürlich mehr oder weniger gut gemachte, und solche, die für einen bestimmten Verwendungszweck besser oder weniger gut geeignet sind…
Viele sind zur sofortigen, unveränderten Verwendung gedacht und beschränken sich meist auf die Optik, andere bilden eher ein “Framework”, eine Ausgangsbasis, von der man dann sein eigenes “Child Theme” entwickeln kann, ohne bei Null anzufangen.
Bei meiner Suche nach einem geeigneten Theme stellte ich fest, daß mir ein schon von Haus aus “hübsches” Theme zwar sehr recht gewesen wäre (Design gehört nicht zu meinen Kernkompetenzen, *lach*), die funktional am besten für meine Vorstellungen geeigneten und am leichtesten erweiterbaren Themes jedoch Frameworks sind.
Am besten gefiel mir letztlich “Hybrid”, das von Justin Tadlock entwickelt wird.
Ein sehr mächtiges, sauber programmiertes und vielseitiges Theme-Framework, außerdem finde ich den Entwickler sympathisch, und der Support ist gigantisch gut, wenn man mal Fragen hat.
Für “Hybrid” existieren eine Handvoll “Child Themes”, die aber nicht so aussehen, wie die Elfenwald-Seiten aussehen sollen…
Ich habe daher zunächst einmal das “Hybrid News” Child Theme installiert, und werde es schrittweise anpassen, während ich parallel schon mal die Inhalte ins neue System füttere. Es bildet eine gute Basis, ist flexibel und hat ein sauberes, lesbares typographisches Grundgerüst.
Die Optik der neuen Seiten wird sich über die nächsten Monate also noch verschiedentlich verändern – aber es gibt wieder mehr zu lesen in der Zwischenzeit und ich habe ein System, das in absehbarer Zeit keine Sackgasse bildet und meinen Gestaltungs- und Mitteilungsdrang unnötig behindern würde.
Ich hätte natürlich auch heimlich, still und leise das Theme erst soweit “fertig” designen können, daß auch das optische Erscheinungsbild zur neuen Ausrichtung und weiteren Entwicklung der Elfenwald-Idee paßt – aber momentan tun sich ein paar Dinge, und die möchte ich kommunizieren und weiterverfolgen. Erst mal die neue Ausrichtung von Elfenwald klarziehen, Inhalte schreiben und die Übersiedlung nach Paraguay organisieren – Hübschihübschi-Design kommt später… ;-)
Das grad mal zum Verständnis und damit Ihr Euch nicht wundert, wenn die Seiten eine Weile wöchentlich ihr Erscheinungsbild ändern… ;-)
Ebenfalls zum Theme gehören noch ein paar englische Brocken und ein paar schlampige oder ungeschlachte Übersetzungen. Wird auch noch dran gefeilt.












Kommentarfunktion geschlossen