Mundwasser selbstgemixt

Selbst wer sich halbwegs vernünftig ernährt, hat je nach psychischer und körperlicher Verfassung immer mal wieder das Problem, daß der eigene Atem nicht allzu begeisternd riecht, für andere, oder sogar für einen selbst.

Und auch zur Zahnfleischpflege und für die Zahnzwischenräume ist gründliches Spülen und Gurgeln mit einem Mundwasser nützlich.

Leider schmecken die meisten kommerziellen Mundwässerchen zum Grausen, enthalten künstliche Aromen oder Industrieabfälle wie Fluor, „desinfizieren“ rabiat mittels Alkohol, etc.pp.

Dabei ist es sehr einfach, lecker, abwechslungsreich und obendrein noch lachhaft kostengünstig, sich alle paar Tage seine eigene Mundspülung anzusetzen.

Was braucht man? Wenige Minuten Zeit, und:

  • ein kleines Fläschchen (so 200-250ml), möglichst braunes Glas, mit einem relativ weiten Hals. Besser noch ein zweites, dann kann man die neue Portion ansetzen ein paar Tage bevor die alte verbraucht ist.
  • Wasser. Kann destilliertes sein oder solches aus der Umkehrosmoseanlage, aber Flaschenwasser (OHNE Kohlensäure!) oder je nach Wohnort auch gutes, kalkarmes Leitungswasser tun’s genauso.
  • ein paar Tropfen ätherische Öle, je nach Geschmack. Ich gebe meist auf ca. 200 ml Wasser 4-5 Tropfen Teebaumöl und 3-4 Tropfen Nelkenöl, andere Möglichkeiten sind Japanisches Heilkräuteröl oder Eukalyptusöl oder Manuka. Kann man je nach Situation und Laune variieren, z.B. bei Zahnweh einen höheren Anteil Nelkenöl.
  • je nach Verfügbarkeit ein paar Blätter frische oder getrocknete Kräuter, die man einfach zum Ziehen mit ins Glas gibt. Ich verwende gerne Minze (normale Pfefferminze oder etwas schärfere Englische Wasserminze), Salbei und ein Stengelchen Thymian. Aber da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, auch Gewürze wie Zimt sind möglich – und mit der Zeit lernt man, den Bedürfnissen des eigenen Körpers zu lauschen – z.B. kann man bei Entzündungen auch Ringelblumen-Blüten zugeben oder Johanniskraut.
  • persönlich mag ich einen leicht salzigen, erfrischenden Geschmack, deshalb setze ich noch eine Prise hochwertiges Meersalz oder am besten hochwertiges Salinensalz aus der Pfannensaline Luisenhall in Göttingen zu.

Alles drin in der Buddel? Zumachen, schütteln, zwei bis drei Tage stehen lassen (wenn man Kräuter zum Ziehen zugesetzt hat, wer nur ätherische Öle verwendet, kann das Ergebnis gleich verwenden).

Verwenden wie andere Mundwasser auch: Mund auf, Schluck nehmen, gurgeln, spucken. Selbsterklärend… ;-)

Ist das Mundwasser aufgebraucht, die Kräuter und sonstige Feststoffe aus dem Fläschchen entfernen, gründlich spülen, und das Ganze von vorn…

Anmerkung zur Haltbarkeit: ich portioniere meist so, daß ich die Flasche innerhalb einer Woche aufbrauche. In diesem Zeitraum gammeln auch frische Kräuter nicht, zumal Teebaumöl etc. mit in der Lösung sind. Wer da Sorge hat, verwende entweder getrocknete Kräuter, oder seihe die Lösung nach dem Ziehen (2-3 Tage) in ein anderes Glas ab.

Ideale Ergänzung: selbstgemachtes Zahnsalz.

P.S.: wenn man doch mal wieder zu faul zum Selber-Mischen war – das beste mir bekannte käufliche Mundwasser kommt von der Weleda, mit Ratanhia-Wurzel-Extrakt, sehr lecker und natürlich. >>> hier Info und Bestellung <<<

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