Zeitplan und Ablauf

Update Anfang Dezember 2009: Alle Zeitangaben verschieben sich um 4-6 Wochen nach hinten, weil bei mir einige private Dinge dazwischenkamen, die wichtiger waren als Vorbereitung und Hektik. Abflug: erste Märzwoche, dann gibt es auch mit dem noch zu organisierenden Bürokratenkram keinen Stress. Übrigens sind wir mittlerweile zu dritt. :)

Anscheinend hatte ich mich da bisher etwas unklar ausgedrückt, deshalb noch ein paar Dinge zum geplanten Ablauf, und wann und in welcher Form weitere MitMacher dazustoßen könnten.

Phase I: Vorbereitung, noch in BRD

Zeitrahmen: läuft, voraussichtlich bis Dezember oder Anfang Januar 2010
Menschen/Kontakte: viele, aber zunächst Info/Beriechen, ggf. ein bis zwei zum Gleich-Mitkommen.

In dieser Zeit möchte ich neben den üblichen Vorbereitungen, die bei längerem Auslandsaufenthalt ;-) anstehen, hauptsächlich Kontakte knüpfen, Vorgespräche mit möglichen Investoren und Timesharing-Interessenten führen, und mich mit ein paar potentiellen MitMachern treffen, zwecks gegenseitigem Beschnuppern.

Dabei gleich zur Vorwarnung: ich plane, mir in Paraguay erst einmal eine sehr streßfreie Eingewöhnungsphase auf einem kleinen, relativ zivilisiert gelegenen Grundstück zu gönnen. Neues Land UND gleich die komplette “Gruppendynamik” einer Community-Gründung, bei der ich ja auch noch die Leitwolf-Rolle an der Backe hätte, wären mir zu krass. Daher suche ich für den Start noch maximal zwei Leute – zu mehr als viert auf einem Hektar geht man sich schon wieder auf den Senkel, da begegnet man sich zu oft ;-). Und die sollten richtig passen.

Also nochmal: ich plane NICHT, jetzt hier gleich zwanzig Leute zusammenzutrommeln, die sich kaum kennen und dann drüben eine Community aus denen zu schmieden… das soll langsam und organisch sich entwickeln, s.u.  Reden kann man aber trotzdem erstmal miteinander, z.B. fände ich es auch nicht schlecht, wenn ein paar ähnlich gesonnene Menschen zeitgleich in Eigenregie rübergehen und man sich abstimmt und in Kontakt bleibt und unterstützt und dann als “Nachbarn” dort vor Ort weiterschaut, ob und was man gemeinsam anstellt.

Phase II: Erwerb eines kleinen Grundstücks, Einleben, Sondieren

Zeitrahmen: ab Anfang 2010, ca. 1-3 Jahre

Menschen: 1-2 direkt dabei, weitere ggf. in der Nachbarschaft, etliche zu Besuch/Probewohnen

Den Grundstückserwerb (privat, dafür gründe ich noch keine Stiftung…), sofern nicht schon von hier aus erledigt, abschließen. Ggf. die ersten Wochen irgendwo im Gästezimmer einmieten. Auf dem Gelände befindliche Gebäude bewohnbar machen, einziehen, loslegen.

Wie gesagt: max noch zwei Menschen zu uns (Freundin und ich) dazu. Macht drei oder vier. Damit kann man auf einem knappen Hektar Land noch so leben, daß jeder seine Rückzugsmöglichkeiten und seine private Spielwiese/Sandkasten zum Gärtnern, Bauen, etc. hat.

Sprache(n) lernen, einleben, alles ganz tranquilo. Ans Klima gewöhnen. Dusche bauen. Einwanderungsformalitäten anleiern. Natur beobachten, Gartenexperimente. Lernen, wie was funktioniert in diesem Land, mit den Menschen, den Pflanzen, den Tieren. Hütten bauen. Mit Wasser- und Solartechnik experimentieren. Vielleicht kleines Gewerbe starten, diverse Ideen sind vorhanden. Kontakte knüpfen mit anderen sinnvollen und sympathischen Projekten in Paraguay – sowohl anderen Communities, aber auch mit Aufforstungsprojekten, Linux4Paraguay, etc.pp. Netzwerk weben, Ohren und Herz offen halten, sehen, wo stimmige Leute sind, mit denen man das eine oder andere gemeinsam anleiern oder sich gegenseitig unterstützen kann.

Wie lange diese Phase dauern wird, ist sehr offen – das hängt von den Menschen ab, vom Geld, und wie sich die Dinge “ergeben”. Wenn nach drei Monaten ein Traumgelände dem Elfenwald-Projekt gestiftet wird, oder sich eine Kooperation vor Ort ergibt, baut man schneller aus. Oder man läßt sich 3 Jahre Zeit. Oder länger. Wird keiner dabei sein, der sich beim Leben dort “langweilen” würde… ;-)

Während dieser Phase sind weitere Menschen (z.B. die, mit denen ich mich noch in Deutschland getroffen habe, oder auch neue) gerne zu “Besuch” und zum Probewohnen für ein paar Tage oder Wochen willkommen, gegen symbolische Tagespauschale und ansonsten selbstverantwortlich und selbstversorgend. Wenn irgendwas extrem gut paßt, bleibt halt dann gleich noch mal jemand “hängen”, und man guckt dann, ob es entweder in der Nähe noch Grundstücke gibt, oder man quetscht noch eine bis zwei Hütten auf das Startgelände.

Auf diese Weise wird sich dann im Laufe der Zeit ein “erweiterter Kern” von ca. 10 Leuten bilden, mit denen man in Phase III geht.
Außerdem fände ich es nett, wenn sich weitere nette Menschen im Umfeld ansiedeln – auch solche, wo man beiderseitig gemerkt hat, daß man nicht unbedingt im gleichen Camp leben muß. Ich habe irgendwie das Gefühl, es könnte sich da ein ganzes Netzwerk von Einzelmenschen, Paaren/Familien und mehreren kleinen Communities ergeben, die jede ihr Ding machen, aber miteinander freundschaftlich vernetzt sind, sich besuchen, austauschen, voneinander lernen, sich helfen, etc.

Phase III: Erwerb eines größeren Grundstücks, eigentliche Elfenwald-Community-Gründung

Zeitrahmen: ab dann, wenns soweit ist, bis … nu, mal guggen wie alt wir werden… ;-)
Menschen: insgesamt 10-12, langsamer Ausbau auf ca. 20

Wie gesagt: diese “Phase” wird sich organisch und streßfrei aus Phase II entwickeln. Wenn wir in Paraguay “heimisch” geworden sind, sich alles soweit mal gut anfühlt und funktioniert (wirtschaftlich, menschlich, klimatisch, usw.), wir uns flüssig in Spanisch und möglichst auch Guarani unterhalten können, ein paar gute Kontakte sich ergeben haben und wir uns einigermaßen “sattelfest” fühlen in der neuen Heimat – dann wird auch das passende Stück Land irgendwo in einer abgelegenen, schönen Ecke auftauchen, und es werden sich die benötigten Kröten finden.

Ich halte es auch für gut möglich, sich mit einem der sinnvolleren Aufforstungsprojekte zusammenzutun – zu beiderseitigem Nutzen. Dann hätte man z.B. das Elfenwald-Camp mit 30, 40 Hektar eigenem, privatem Land drumrum, das man schön renaturieren und einen Teil permakulturig gestalten kann, und außenrum oder nebendran ein paar tausend Hektar Wald resp. “Holzacker”, die die Elfenwäldler dann ein bißchen mit unter ihre Fittiche nehmen. Aber das sind noch ungelegte Eier – wird sich ergeben bis dahin.

Und wenn es sich ergeben hat, werden die, die sich bis dahin zusammengefunden haben, dort sich niederlassen und beginnen, das Projekt-”Dorf” aufzubauen. Ein paar Konzepte dafür werde ich häppchenweise immer mal wieder hier auf die Webseiten packen, aber das sind eher Richtlinien und Ideen, der Rest ist vom Standort und den beteiligten Menschen abhängig, nichts “steht geschrieben”. Oder nur weniges. ;-)

Vermutlich werde ich das Startgelände in Independencia übrigens trotzdem behalten, auch wenn der eigentliche “Elfenwald” sich gefunden hat. Vielleicht weil man es als “Stadtwohnung” in der “relativen Zivilisation” nutzen will, vielleicht weil zwei oder drei von uns sowieso lieber die meiste Zeit dort bleiben und nur manchmal im Wald sind, während der Rest lieber die meiste Zeit “draußen” im Wald-Dorf lebt, vielleicht als Außenstelle und für Gäste.

Für den eigentlichen Elfenwald werden wir dann vermutlich eine Stiftung gründen, damit das Land einen “neutralen” Besitzer hat und Investments/Beteiligungen sauber abgewickelt werden können, während das Startgrundstück mir resp. einem Geldgeber privat gehören wird.

Auch in dieser Phase will ich, speziell was die beteiligten Menschen angeht, nichts übers Knie brechen. Diejenigen, die bereits auf dem Startgelände oder eigenen Grundstücken oder sonstewie in Paraguay leben und mit denen man sich bereits gut verwoben und zusammengerauft hat, werden einfach dazustoßen, sofern sie wollen.

Und dann geht es wie in Phase II weiter: Interessenten kommen zu Besuch, bleiben eine Weile als Gäste/Mieter, man mag sich und versteht sich oder nicht, sie bleiben oder nicht. Bei gut zwanzig “Vollzeit-Bewohnern” ist (nach meinem heutigen Gefühl) Schluß, vielleicht geht man irgendwann auf 30, dazu werden ja vermutlich häufig Gäste, Timesharing-Teilhaber und Seminar-Gäste kommen.

Das mal so als Überblick, nicht daß jemand meint, wir würden jetzt hier in Deutschland mal eben ‘ne schnelle Elfen-Eingreiftruppe aus dem Boden stampfen, Geld aufreißen, und dann da drüben zackzack machen… ;-)
Gemach, Freunde, gemach… Entschlossenheit und Eile sind zweierlei. ;-))

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