In den letzten Wochen hat sich viel bei mir – oder besser in mir – getan.

Merkwürdige, zum Teil furchtbar kraftzehrende Prozesse, Klärungen, Aufarbeitungen, die durch die Extremsituation des ja nun bald „drohenden“ Aufbruchs und ungewissen Neuanfangs massiv verstärkt wurden.

Alles letztlich mit einem Ergebnis: immer klarer, immer skrupelloser (im positiven Sinne) meinen Weg zu gehen, die Dinge zu tun, die für mich dran sind (nicht die, die ich aus irgendwelchen, meist pekuniären Gründen tun zu müssen meine, oder um anderen und ihren Erwartungen wohlgefällig zu sein), und den Rest zu erschaffen bzw. zu mir kommen zu lassen. Und dabei auch den Flankenschutz und die Hilfe einiger lieber Menschen zuzulassen, statt heroisch einen auf Einzelkämpfer zu machen.

Ich war da zu einer anderen Zeit und in einem anderen Kontext (während meiner Landstreicherreise vor ein paar Jahren) schon mal „weiter“, offener, mehr Schöpfer meines Universums. Nun – man kommt an den meisten Knackpunkten seiner Entwicklung mehrfach vorbei, spiralig, und meist glücklicherweise ein Stückchen weiter „oben“.

Dabei, und in ein paar anderen Zusammenhängen, hat sich bei mir (und ich beobachte es auch bei anderen) in letzter Zeit ein Thema verschärft „gemeldet“, das bei den Anfängen der Elfenwald-Idee eine tragende Rolle spielte, aber lustigerweise bisher nicht ausformuliert auf den Elfenwald-Seiten aufgetaucht ist. Vielleicht, weil es so mißverständlich ist, auch schmerzhaft, und vielleicht sogar, weil doch ein Rest von mir noch „Mann“ und Marketing-Fuzzi ist, *lach*, und mich und das „Elfenwald-Projekt“ ein wenig „professioneller“ und „stärker“ darstellen wollte.

Heilung lautet das Thema.

Ich stieß bei einem anderen Paraguay-Projekt („Das Dörfle Esperanza“) , das mir nicht unsympathisch erschien, auch wenn sie dort für meinen Geschmack zu viel von und mit „Gott“ reden ;-), auf ein schönes Wort, das eine der Aufgaben auch des Elfenwaldes ganz gut beschreibt:

Generelle Anmerkung zwischenrein: ich verlinke gelegentlich die Seiten anderer Auswanderer, Projekte in Paraguay, etc. – weil ich sie „interessant“ finde. Bisher habe ich mit den wenigsten direkten Kontakt und kenne keinen dort drüben von Angesicht zu Angesicht. Daher nutzt bitte Euren eigenen Verstand und Euer eigenes Gefühl, ob ein Projekt oder irgendwelche Menschen, die ich hier verlinke, „sauber“ sind bzw. für Euch passen. Es handelt sich (noch) nicht um Empfehlungen, sondern um Anregungen und Fundstücke. Auch auf den Webseiten von „Abzockern“ oder „Spinnern“ kann es hübsche Bilder, gute Ideen oder einen lesenswerten Artikel geben, und ich bin ein Anhänger der Unschuldsvermutung, statt der vorverurteilenden Präventiv-Verleumdungen. Einen Link habe ich neulich allerdings mal bis auf Weiteres entfernt, weil ich nicht nur aus dem bekannten Magengeschwürforum, sondern auch aus mir glaubhafteren Quellen hörte, daß es dort anscheinend mit ganz und gar nicht rechten Dingen zugeht. Aber zurück zum Thema.

„Seelenauffangstation“ war das Wort. Exakt.

Auch wenn ich oft einsiedele – ich bin vielen Menschen begegnet, und meine Begegnungen bleiben meist nicht an der Oberfläche. In den letzten Jahren bin ich auch immer mehr (eigentlich nur noch :) ) „guten“ und „passenden“ Menschen begegnet, darunter sehr viele wirklich außergewöhnliche. Lieben Wesen, mit ganz unterschiedlichen Lebenssituationen und -entwürfen, höchst unterschiedlichem Hintergrund – aber fast alles alte „Lichtkrieger“, „Weltverbesserer“, Weise, Narren und sonstige Gestalten, deren Wollen und Träumen, und oft auch deren Tun und Wirken sich wohltuend unterscheidet vom aggressiv-einfältig-gierigen Dummfug des Mainstreams oder den Machenschaften der aktuell lenkenden Kräfte.

Und praktisch alle, mich selbst eingeschlossen, haben eines gemeinsam: unsere Seelen sind müde, vernarbt, reif fürs Lazarett. Was übrigens nicht im Widerspruch steht zu der Tatsache, daß einige von uns gigantische Schöpfungsmacht und helle Strahlkraft in sich tragen, und daß einige auch noch sehr wacker weiterkämpfen und/oder wirken, und daß die meisten von uns (wieder und immer mal wieder) sehr fröhlich und kindlich sein und diese ulkige Spielwiese „Leben“ genießen können.

Aber die Jahrtausende haben ihre Spuren hinterlassen, teils haben wir uns die Wunden in Dummheit oder Neugier selbst geschlagen, teils haben wir sie uns in den Schlachten dieses merkwürdigen Theater-Projektes „Erde“ geholt, auf dessen böse bröckelnder Bühne immer noch das Stück von „Hell gegen Dunkel“ gegeben wird, mit langsam abklingendem Applaus und Interesse, und wo bislang lästigerweise die Mannschaft der Finsterlinge nach Toren und Toten eindeutig führt…

Teils sind die Wunden auch noch frisch, stammen nicht aus alten Verstrickungen, sondern aus den Lebenswegen, die wir in dieser Runde gewählt haben, und die oft immer noch nicht frei sind von Konflikten und Dummheiten, oder wo wir meinen, mal wieder den Helden und/oder das Opfer spielen oder sonstige Extremerfahrungen sammeln zu müssen…

Seit ich bei mir selbst die Filter meiner Wahrnehmung begonnen habe abzubauen, „sehe“ ich diese Dinge, bei mir und anderen. Nicht präzise oder im Sinne von „Hellsichtigkeit“, ich weiß auch nicht immer, woher sie kommen – aber ich spüre, wenn jemand in weiten Teilen seiner Seele vernarbt ist, kann das Leid hinter der Fassade der Schutzmechanismen spüren, als wäre es mein eigenes (was nichts mit diesem Unfug namens „Mitleid“ zu tun hat), und kann die Gefrierbeutel knistern hören, in denen die quälendsten Gefühle und Erfahrungen schockgefrostet wurden oder leidvoll langsam erstarrt sind…

Sehr viele der Begegnungen in dieser Zeit, gerade die mit alten Seelengefährten, gerade auch Liebes-Verbindungen und tiefe Berührungen – haben mit gegenseitigen Heil-Impulsen zu tun. Die wir nicht immer zulassen oder leben können – aber irgendwie ist das in dieser Zeit „dran“, und meist wirkt es, gleich oder später, manchmal auch um drei Ecken rum. Gut so.

Alten Mist auflösen und als überflüssig erkennen, alte Dummheiten und Unfähigkeiten vergeben (auch sich selbst), sich gegenseitig sozusagen ein wenig Schwedenbitter auf die Narben tupfen, damit sie aufweichen und sich auflösen können. Sich mit seinen Gespenstern versöhnen und sie davonnebeln lassen. Wärme geben und empfangen. Sich den Kopf halten oder die Hände. Die Filter des Bewußtseins, die Kontrolle und Zensur des Kopfes etwas mindern, mit der eigenen Seele/“Höheres Selbst“ reden und sie manchmal zu Wort kommen lassen. Streicheln, Körper und Geist. Die Korken rausploppen lassen aus den wohlverschlossenen Sicherheitsflaschen, den Quarantäne-Bereichen unseres Unterbewußtweins… ;-) Das Maul aufmachen, wofür haben wir schließlich dieses Überdruckventil.

Lieben, ohne Furcht und ohne Beschränkungen.

Die Kehle hinhalten ohne Scheu, weil keiner mehr beißt, sondern unter Unseresgleichen einem allenfalls ein wenig unterm Kinn gekrault oder gekitzelt wird… ;-)

Ruhig werden, heil werden, Kraft tanken. Licht tanken. Einfach so, weil es gut tut und wir es uns redlich verdient haben, aber auch, weil noch irgendetwas ansteht. Nö, nicht Armaggedon. Den Quatsch braucht kein Mensch. Das vermeintliche Endspiel dürfen die Dunklen und die machtgeilen „Götter“ mit sich selber austragen, dann haben wir weniger Arbeit… ;-)

Ja, auch dies wird ein zentraler Punkt in den nächsten Jahren sein, auf meinem Weg, dem vieler anderer, und auch im Rahmen der (wie auch immer) sich formenden Elfenwald-Community. Heil-Werden, und sich gegenseitig dabei zu unterstützen.

Und – auch wenn ich nicht in das Muster jener verfallen möchte, die „Heiler“ werden, weil sie heil werden wollen, und mir daher damit Zeit lasse… – es wird auch ein beachtlicher Teil meiner eigenen „Aufgabe“, meines eigenen Wirkens sein. Parallel zu meinen eigenen Aufräumprozessen – ich wirke oft unbewußt, und meist noch lange, bevor ich zu irgendwelchen Tricks und Mittelchen aus der Brainwave-, Hypnose- oder NLP-Kiste gegriffen habe, als Katalysator für die Entwicklungsprozesse anderer, einfach durch mein Da-Sein, mein So-Sein. Und in den letzten Jahren werden die Impulse, die ich auslöse, zunehmend konstruktiv und heller, obwohl oder gerade weil ich längst nicht „durch“ und ein ewig Lernender bin. Nehme ich zur Kenntnis, und lasse es zu.

Heilen kann sich eh nur jeder selbst, aber man kann Ausreden, Anlaß und Mittel dafür bereitstellen… ;-) Und neben allem elitären geistigen Spiel, allem Forscher-Drang, all den technologischen, gartenbaulichen und sonstigen Sandkasten-Belustigungen wird das eine der Hauptaufgaben des Elfenwald-Projektes sein.

Seid umarmt, Ihr da draußen. (Ihr wißt es, wenn Ihr gemeint seid ;-) )

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