Paraguay FAQ

[su_note note_color=“#d1412c“]Achtung – diese FAQ ist veraltet und nur noch aus „historischen Gründen“ hier. :) – Stand 2011, und ich bin aktuell (2014) dabei, Paraguay gemächlich wieder zu verlassen und in ein mir gemäßeres Land (Englisch, gemäßigteres Klima) weiterzuwandern.
Suchmaschinen haben Dich vielleicht hergeschickt, aber benutze bitte die Navigation oben, um zu unseren aktuellen Inhalten zu gelangen! Danke![/su_note]Achtung – NOCH sind wir nicht die Paraguay-Experten vom Dienst. Auch wenn wir sicher mehr recherchiert haben als die meisten und ein paar persönliche Kontakte vor Ort haben. Aber wir leben erst kurz im Land, sprechen kaum Spanisch und null Guarani, und sind im Kleinkind-Entdeckungs-Modus.. ;-)
Diese FAQ spiegeln also quasi den aktuellen Forschungsstand der elfischen Paraguayologie… ;-)
Wir geben sie hier trotzdem frei, da wir bei vielen Paraguay-bezogenen Seiten von der einseitigen Werbesülze, der Panik- und Geschäftemacherei oder der Schönfärberei genervt waren. Wir versuchen, da etwas ausgewogener in unseren Informationen zu bleiben, auch und gerade, wenn wir Mit-Auswanderer und Investoren haben wollen…

Wenn Deine Frage nicht dabei ist – ganz unten gibt es ein Formular, mit dem Du sie uns stellen kannst!

  1. Wie ist die medizinische Versorgung in Paraguay? Ihr werdet schließlich auch mal älter...
  2. Kann man denn in Paraguay Geld verdienen? Wovon wollt Ihr leben?
  3. Ist es dort nicht gefährlich? Ich habe gehört, daß es in Paraguay sehr viel Kriminalität und Gewalt gibt?
  4. Wie wollt Ihr mit der Korruption dort umgehen? Das soll ja heftig sein...
  5. Wie ist die Infrastruktur in Paraguay, speziell für Internet-Zugang?
  6. Ist es in Paraguay nicht furchtbar heiß?
  7. Sind die Straßenverhältnisse dort nicht katastrophal?
  8. Gibt es da nicht viele Schlangen, Spinnen und anderes giftiges Viehzeug und grooooße böse Raubtiere?
  9. Wie sind die Lebenshaltungskosten in Paraguay? Wieviel Geld braucht man zum Leben dort?
  10. Wie sieht es mit der sozialen Absicherung in Paraguay aus?
  11. Gibts in Paraguay Altersheime? Was macht Ihr im Alter?
  12. Wie soll ich da bloß ohne ALDI leben???
  13. Wie ist in Paraguay das Umfeld für "alternative" Lebensmodelle? Die Akzeptanz in der Bevölkerung?
  14. Wie sieht es in Paraguay mit der Rechtssicherheit für Ausländer aus, z.B. beim Immobilienerwerb?
  15. Wie sieht es mit der Sprache aus? Sprecht Ihr Spanisch?
  16. Gibt es schöne Strände in Paraguay?
  17. Ist Paraguay das Paradies?
  18. Betrachtet Ihr Euch als Kolonialisten / Entwicklungshelfer für Paraguay?
  19. Gibt es in Paraguay Winter / Schnee / Frost?
  20. Ich möchte ein Haus in Paraguay kaufen. Wie läuft die finanzielleAbwicklung dort? Muss ich ein Konto dort eröffnen oder kann ich den Kaufpreis "online" von Deutschland nach Paraguay auf das Konto des Verkäufers überweisen?
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    Positive Negative

    Wie ist die medizinische Versorgung in Paraguay? Ihr werdet schließlich auch mal älter...

    Sie ist m.W. gar nicht sooo übel, dazu kommen teils ziemlich fähige traditionelle Heiler und Schamanen. Außerdem interessiert mich das herzlich wenig. Ich nutze auch hier in der BRD die schulmedizinische Versorgung (die eh in den letzten Jahren immer mieser geworden ist) nicht. Lies mal im Elfenwald-ABC die Artikel zu Medizin etc. - ich bin ein Anhänger der Selbstheilung, kenne mich mit Kräuterkram und mentaler Heilung ein wenig aus, und wenn ich mal die Welten wechseln sollte - nun, dann tue ich das halt. ;-)

  2. Rating: +0

    Positive Negative

    Kann man denn in Paraguay Geld verdienen? Wovon wollt Ihr leben?

    Abhängige Arbeit ist in Paraguay noch schlechter bezahlt als in der BRD. Das sollte man sich tendenziell eher abschminken. Selbständig geht, besonders im handwerklichen Bereich. Die Stunden-/Tagessätze sind zwar auch weeeeiiiit weg von europäischen Standards, aber durch günstige Steuern, Abgaben und Lebenshaltungskosten kann man trotzdem erfolgreich selbständig tätig sein.
    Ich gehe einen anderen Weg - und verdiene ein paar Euro übers Internet, die reichen, um in einem preisgünstigen Schwellenland die Grundbedürfnisse abzudecken. Die anderen Elfenwäldler werden das ähnlich handhaben.

    Dazu werden voraussichtlich selbständige Dienstleistungen (Computer, Internet, Seminare, Coaching) kommen, sowohl für Einheimische, die deutsche Community dort, als auch für "Touristen". Da die laufenden Kosten ohnehin sehr viel niedriger sind als in Europa, und Einnahmen in Euro oder Dollar aufgrund der schwachen Währung überproportional viel wert sind, dürfte es kein Problem sein, rumzukommen. Mit rund 500 Euro pro Nase und Monat kann man, wenn man keine überkandidelten Vorstellungen hat, dort sehr fröhlich leben - und die kriegt man immer irgendwie zusammen.

    Problematisch ist nur der Einstieg, da schöne und große Grundstücke auch in Paraguay nicht billiger werden, und - auch wenn sie im Vergleich zu hiesigen Verhältnissen lachhaft billig sind - eine gewisse Menge Vorabinvestition erfordern.

  3. Rating: +0

    Positive Negative

    Ist es dort nicht gefährlich? Ich habe gehört, daß es in Paraguay sehr viel Kriminalität und Gewalt gibt?

    Frag mal einen "Neger", der in Thüringen über die Dörfer reist... oder einen protzigen Ami-Touristen, der nach Einbruch der Dunkelheit durch ein paar grenzwertige Münchner oder Berliner Viertel geht... auch in Hamburg kenne ich Gegenden, wo gerne mit der Schrotflinte die Bewegungsmelder weggeschossen werden, damit man anschließend ungestört einbrechen kann... Ja, in Paraguay gibts haufenweise Kriminalität, in den Grenzregionen noch mehr, und die Bereitschaft, nicht nur zu klauen, sondern auch Waffengewalt anzuwenden, ist relativ hoch.

    Trotzdem leben dort eine Menge Menschen (sogar deutsche Rentner) sehr fröhlich, sind noch nie überfallen worden, und wundern sich über die finsteren Geschichten, die andere erzählen. Es ist auch immer eine Frage, wie man sich präsentiert, wieviel "Sorgen" man sich macht, und wie dämlich man sich verhält - und das ist überall auf der Welt so.

    Außerdem: im Gegensatz zur BRD ist der Bürger dort nicht gar so entrechtet und hat zumindest auf seinem Grundstück die Möglichkeit, sich effektiv zu wehren, statt auf die unmotivierten Bullen zu warten, wenn mal jemand meint, einen von der Bürde des Lebens oder Habens befreien zu müssen. Wobei das ein recht komplexes Thema und mit Vorsicht zu genießen ist. Siehe auch die Artikel zu "Waffen" und "Gewaltlosigkeit" im Elfenwald-ABC.

    Ich schließe hier übrigens meine Haustür nur sehr selten ab. Die Gänse passen schon auf... ;-)

  4. Rating: +0

    Positive Negative

    Wie wollt Ihr mit der Korruption dort umgehen? Das soll ja heftig sein...

    Vermutlich nicht so heftig wie in Deutschland. Nur offensichtlicher und "ehrlicher". In Deutschland findet die Korruption im Hinterzimmer statt, und teilweise erst ab höheren Beträgen und in Zusammenhängen, die den Normalbürger nicht so betreffen. Ich habe genug davon gesehen und gehört, mehr als genug.

    Aber auch bei den Kleinigkeiten - noch nie erlebt, daß ein älteres Fahrzeug durchaus auch mal gegen Zahlung einer kleinen Extra-Gebühr wieder "TÜV" bekommt und sich wundersamerweise sogar die Abgaswerte im Angesicht eines 20-Euro-Scheines unterhalb der Grenzwerte einpegeln? Kommt, Freunde, tun wir nicht so: auch in der BRD ist Bananenrepublik.

    Wo ist der Unterschied, ob ich einem schlecht bezahlten Beamten in Paraguay ein paar Dollar zuschiebe, damit irgendein Antrag vielleicht noch dieses Jahr bearbeitet wird, oder ob ich in der BRD zusätzlich zu unverschämten direkten und indirekten Steuern das Dreifache an regulären Gebühren für die gleiche Sache zahle, und mich dann trotzdem noch mit Behördenwillkür, Regulationswut und Lahmarschigkeit rumärgern darf?

    Man wird sicher eine Weile brauchen, um die örtlichen "Gepflogenheiten" zu erlernen, und sicher wird es hier und da nerven, wenn mal wieder die Bullen 'ne Verkehrskontrolle inszenieren, um nach einem Vorwand für ein "Bußgeld" zu suchen... aber das gehört für mich zu den kleineren Übeln.

  5. Rating: +0

    Positive Negative

    Wie ist die Infrastruktur in Paraguay, speziell für Internet-Zugang?

    Geht so... Paraguay ist in dieser Hinsicht selbst für südamerikanische Verhältnisse ziemlich hinterher, leider. Kabelgebundener Internetzugang, z.B. via DSL, ist nicht flächendeckend verfügbar, und auch langsamer, unzuverlässiger und teurer als in der BRD. Dafür hat sich in den letzten Jahren sehr viel in Sachen Wireless Internet getan - es gibt sehr bezahlbare Flatrates für GPRS/UMTS (deutlich günstiger als hier), und die Netzabdeckung dafür ist akzeptabel. Außerdem sind mehrere (bidirektionale) satellitenbasierte Systeme für die Südhalbkugel in der Mache, u.a. von Google - die Versorgung wird in den nächsten Jahren mit Sicherheit weiter verbessert.

    Insgesamt ist die Netzversorgung zunächst ein kleiner Abstrich, den man als DSL16000-verwöhnter Stadtbewohner machen muß, aber man kann damit leben und arbeiten, und schlimmer als in der deutschen Provinz (ich hatte in Sachsen-Anhalt "DSL light" mit 384KB Downstream...) ist es auch nicht.

    Aktuell habe ich eine 512KB-Richtfunkverbindung über Go!Internet, einen regionalen Anbieter. Empfang für Tigo etc. ist zu schwach. Die Leitungsqualität ist gut, Bandbreite wird sogar mehr zur Verfügung gestellt als angegeben. Kosten sind mit rund 200000 Guarani pro Monat auf dem Stand einer deutschen ISDN-Flatrate von vor ein paar Jahren, also recht teuer für die symbolische Bandbreite. Leider viele Ausfälle (USV ist hier ein Fremdwort... bei jedem kleinen Stromausfall ist auch das Netz weg...), und auch sonst manche Angewohnheiten, die man anderswo schon vor ein paar Jahren abgelegt hat. Z.B. ist es ein Unding, sämtliche Kunden über einen Zwangsproxy zu schicken, kein Portforwarding, etc.pp....

  6. Rating: +0

    Positive Negative

    Ist es in Paraguay nicht furchtbar heiß?

    Ist es. Darum geht's ja... ;-)

    Nein, im Ernst: zum einen sollte man daran denken, daß es sich um ein Land handelt, das auf Südamerika-Karten zwar immer so klein aussieht, aber ungefähr so groß ist wie die BRD und die Schweiz zusammen, sich also über ein paar Hundert Kilometer erstreckt, und sehr unterschiedliche Landschaftsformen aufweist. Dementsprechend gibt es auch dort gewisse klimatische Unterschiede, je nachdem, ob man im Süden, Norden, Osten, Westen hockt, und ob Flachland oder "Mittelgebirge".

    Im Schnitt sollte man sich darauf einstellen, daß es im Sommer ordentlich heiß wird, je nach Gegend auch noch mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit verbunden (wobei PY nicht in den eigentlichen Tropen liegt, das super-schwül-feucht-heiß-schweißtreibende Ekelklima liegt weiter nördlich). Aber es gibt auch im Sommer angenehm kühle Nächte um die 18 Grad - angeblich sogar mehr davon in den letzten Jahren, Klima verändert sich dort auch - so daß man vernünftig schlafen kann... im Winter gehts auch mal unter 10 Grad, es gibt also erkennbare Jahreszeiten. Was seltenst vorkommt, ist Frost, und wenn, dann auch nur wenig davon - und das ist für Gärtner, Früchte-Esser und sonstige Grünzeug-Liebhaber sowie "dauerkaltpfotige Weibchen" ein durchaus interessanter Faktor. ;-)

  7. Rating: -1

    Positive Negative

    Sind die Straßenverhältnisse dort nicht katastrophal?

    Kam mir zu Ohren. Und? Ich werde auch dort keinen tiefergelegten, polierten Blechfetisch haben, meine Alfa-Spider-Phase habe ich abgehakt, als ich ca. 30 war. Außerdem zwingt uns niemand, permanent "on the road" zu sein. Ein robuster alter Pick-up, und für die nähere Umgebung eine Enduro oder ein Quad - oder vermutlich sogar noch eher ein Pferd, das man gelegentlich fragen kann, ob es Lust auf einen Ausflug hat.

    Fernbusse gibts auch, sogar sehr komfortable, wenn man mal was Größeres vorhat.

    Mir doch wurscht, wenn es dort von Schlaglöchern wimmelt, dann bleibt einem die "Zivilisation" wenigstens vom Acker... ;-)

    Ach ja: meine letzte Bleibe in der BRD war auch "400 Meter vom Asphalt", edelstes Ossi-Kopfsteinpflaster, wo man lieber die schlaglöcherige Sand-/Schutt-Fahrspur daneben benutzt. Stört kein Schwein, kann man wunderbar mit leben.

  8. Rating: +1

    Positive Negative

    Gibt es da nicht viele Schlangen, Spinnen und anderes giftiges Viehzeug und grooooße böse Raubtiere?

    Gibts. ;-)

    Für gewöhnlich suchen die aber, wie die meisten "wilden" Tiere, das Weite, wenn geschäftige Menschen irgendwo herumwuseln. Sprich: in den halbwegs "zivilisierten" Regionen ist auch in Paraguay vom Dschungelleben nicht mehr viel übrig, und man muß sich eher gegen genmanipulierte Mutanten-Soja-Bohnen wehren, als gegen Jaguar und Monsterspinne.

    Außerdem sei auch hier noch mal darauf hingewiesen, daß Paraguay nicht der Amazonas-Regenwald ist. Und selbst da lauert nicht auf jedem Ast ne Mamba...

    Mit dem verbliebenen Geviech wird man sich arrangieren. Ich habe auch hier im Garten mit den Hornissen ein ausgesprochen freundschaftliches Verhältnis - kein Problem, allerdings muß ich immer meine Arbeitshandschuhe ausschütteln, wenn ich sie draußen gelassen habe, weil zwei von den Hornis gerne darin ein Nickerchen halten, warum auch immer. ;-) Und auch in Deutschland schläft man auf dem Lande lieber unter einem Moskitonetz, damit das Gesumm und Gepieks auf Abstand bleibt.

    In Paraguay kommen halt noch ein paar Viecher dazu - und man wird mit ihnen leben, genau, wie es die anderen 6 Millionen Menschen dort auch tun, die recht selten gefressen werden... ;-)

    Als lästigste Wesen (neben den international beliebten Moskitos...) haben sich übrigens bislang die Ameisen entpuppt: die sind, in diversen Größen, Farben, Formen, hier so ziemlich überall und teilweise ausgesprochen bissig...

  9. Rating: +0

    Positive Negative

    Wie sind die Lebenshaltungskosten in Paraguay? Wieviel Geld braucht man zum Leben dort?

    Mit Verlaub: blöde Frage.

    Wie sind die Lebenshaltungskosten in Deutschland? Wieviel Geld braucht man, um in der BRD zu leben? Eben.
    Kommt drauf an, welche Vorstellungen man von dem hat, was man "braucht" und will. Man kann in Deutschland mit "Hartz4" relativ fröhlich (über-)leben, und man kann 20.000 Euro im Monat verdienen und trotzdem ständig Miese auf dem Konto haben...

    Auf jeden Fall ist das Leben in Paraguay deutlich günstiger als hier. Wie viel günstiger, hängt von den persönlichen Vorlieben und Ansprüchen ab. Wer einen Riesenpool, drei Hausangestellte, mehre Autos, darunter mindestens einen klimatisierten neuen Mercedes G-Klasse, einen "ordentlichen", vom Gärtner gepflegten "deutschen" Schmuck-Garten etc.pp. benötigt, die Kinder auf irgendeine "Elite"-Schule schickt, weil sie ja mal in Deutschland was ordentliches "studieren" sollen, und sich vorzugsweise von europäischen Importwaren ernährt - der sollte Geld haben.

    Wer so leben will wie im Elfenwald, der wird komfortabel mit 500 Euro im Monat auskommen, vermutlich sogar noch weniger.

    Nur einige technische Dinge sind mangels Nachfrage und dank Importzöllen etc. im Schnitt etwas teurer als in Deutschland, z.B. kostet ein MacBook dort eher ein paar Prozent mehr, als in Europa oder den USA beim Billig-Notebookversender, ähnliches gilt für Solartechnik und dergleichen. Aber man kommt an (fast) alles dran, und ich habe gehört, es gäbe auch einen recht gut florierenden Graumarkt... ;-)

    Abgesehen von derlei "Investitionsgütern", mal paar Richtwerte, gerechnet für zwei Leute:
    reichlich Strom, Flaschen-Gas zum Kochen und Internet-Flatrate via UMTS/GPRS - rund 50 Euro im Monat.
    Essen: wenn man sich an saisonale Waren hält und nicht unbedingt alles bei der Schweizer Internetmetzgerei einkauft (die gibts auch, scheinen sehr leckere Fleischwaren zu haben... ;-) ), sind die Beträge lächerlich. Vieles wird man eh im Garten und auf den Bäumen selbst haben - gratis. Auch Essengehen ist viel und lecker für 2-10 Euro pro Nase drin. Ne Buddel brauchbares Bier (Literflasche) liegt bei rund 1 Euro, selbst bei der Tanke, wenn man sich mal die Kante geben muß. Sprit (fürs Auto...) kostet rund 70-80 Cent / Liter. KFZ-Steuer so 10-15 Euro. Pro Jahr, wohlgemerkt. Versicherungen: freiwillig oder nichtexistent. Ich brauch keine. Grundsteuer: muß man mit der Lupe suchen. Einkommenssteuer: auf vieles Null, auf anderes wenig. Mafia-Schutzgebühren wie IHK etc.: gibbet meines Wissens nich. Mehrwertsteuer: 10%. Und. so. weiter.

    Klar, auch in Paraguay herrschen korrupte Cliquen, der Weltwirtschaftsfaschismus macht seinen Einfluß geltend, und Cash is King - das ist gegenwärtig leider überall auf diesem Planeten so. Aber man kann sich mit einem kleinen Euro- oder Dollar-Einkommen in PY ganz gut durchwuseln, wird deutlich weniger vom Staat belästigt und ausgenommen, und kann so leichter und komfortabler "unterm Radar" leben und andere Lebensmodelle ausprobieren, als in Europa.

    Momentan komme ich hier, inklusive einer für hiesige Verhältnisse bereits recht hohen Miete von 1,2 Mio Guarani und 200.000 für Internetzugang, mit 400-450 Euro fröhlich hin.

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    Positive Negative

    Wie sieht es mit der sozialen Absicherung in Paraguay aus?

    Gibts nicht, jedenfalls nicht vom Staat, und schon gar nicht für Neubürger. Aber auch in der BRD gibt es kein "Bedingungsloses Grundeinkommen" oder "Lebensgeld", die Hängematte, die nie eine war, wird immer löchriger, und der Preis für das bißchen Sicherheit ist hoch, in Form von Steuern und in Form von Unfreiheit verschiedenster Art.

    Aber was soll die Frage überhaupt - wer geht bitteschön woanders hin und rechnet bereits mit dem Scheitern??

    Wer in einem Land wie Paraguay neu anfangen will, der sollte entweder über Vermögen/Euro-Einkommen unabhängig sein, oder er sollte "echte" Auswanderer-Mentalität mitbringen.

    Und damit meine ich nicht satte Rentner, die es etwas wärmer haben wollen (hey, nicht beleidigt sein, Ihr dürft das!! :)) ), sondern Menschen, die ähnlich denen, die früher nach "Amerika" aufbrachen, nichts haben außer einer Schiffskarte (ok, Flugticket), Verzweiflung, Hoffnung, Wut, Willen und zwei kräftige Hände. Und ein paar Ideen im Kopf. Das geht auch heute noch, nur hat unser "Sicherheits"-Denken die Menschen so ängstlich und gelähmt werden lassen, daß sie solche Varianten, bei denen man natürlich auch in einem Slum draufgehen kann, gar nicht mehr in Betracht ziehen. Die Entwicklung in Europa wird es immer mehr Menschen in Erinnerung bringen.

    Wir gehen noch relativ freiwillig und nicht rein aus wirtschaftlichen Gründen, aber über die "Sicherheit" machen wir uns keinerlei Illusionen. So etwas kann schiefgehen oder sich anders entwickeln als geplant. So what.

    Nebenaspekt: während man in Europa vorsätzlich eine Subsistenzwirtschaft (sprich auf eigenem Land auf Sparflamme und weitestgehend selbstversorgt vor sich hinleben) quasi unmöglich gemacht hat, geht das in Ländern wie Paraguay im Notfall noch relativ einfach. Wenn man ein Stückchen Land hat, und Ideen und Wissen und etwas Tatkraft. Ich mache mir persönlich da wenig Kopf - solange ich leben will, werde ich genug zu essen und genug zu spielen haben, und mit einer Community werden die Dinge, selbst in Extremsituationen, ohnehin einfacher handhabbar.

  11. Rating: +0

    Positive Negative

    Gibts in Paraguay Altersheime? Was macht Ihr im Alter?

    Nein, in Paraguay gibt es keine Altersheime. Alle Paraguayer werden an ihrem 65sten Geburtstag vom örtlichen Priester und einigen Soldaten abgeholt und ins Jenseits befördert, Neubürger und Ausländer bereits mit 63...

    Meine Fresse, Leute, Ihr habt Sorgen... ;-)
    ...und überhaupt, was soll die Frage, ich bin grad mal Anfang 40... ;-))

    Aber mal ernsthaft: natürlich gibt es alte Menschen in Paraguay, und ein paar davon wirken sogar recht fröhlich. Es gibt auch so etwas wie Altersheime oder Betreutes Wohnen, auch und gerade in den deutschsprachigen "Kolonien".

    Mich interessiert das nicht wirklich, und bei den bisherigen Elfenwald-Interessenten hatte ich auch nicht das Gefühl, daß die gerne in einer Zelle in einem "Altersheim" ihre letzten Jahre verleben möchten... das ist ein krankes Konzept aus einer vereinzelten, toten Gesellschaft. Allenfalls als Notlösung für einsame Menschen, die "keinen mehr haben", einigermaßen sinnvoll. Oder in Form einer coolen Alters-WG, wo ein paar durchgeknallte Senioren wahlweise weise philosphieren oder Computerspiele zocken und bei der LAN-Party vor lauter Gefechtseifer in die Windeln kacken... ;-)

    Ich denke, wer im Elfenwald lebt, wird bis ins recht hohe Alter fit und tätig sein, während die nächste Generation lernt und den Wald übernimmt, und sich mit Händen und Füßen und .357er gegen eine "Abschiebung" wehren. Das ergibt sich aus Geisteshaltung, Entwicklungsstand, Ernährung und Lebensweise ganz automatisch. Und irgendwann beim Unkrautzuppeln, am Lagerfeuer, oder beim Vögeln wird halt gestorben und in den Gedächtnishain umgezogen... *lach*

    Persönlich halte ich es auch für möglich und in Ordnung, selbstbestimmt zu gehen, wenn ich irgendwann "genug" haben sollte und keine rechte Lust mehr. Die entsprechenden Kräutlein werden in einem Winkel des Gartens mit Sicherheit wachsen.

    "Alter" ist jedenfalls für mich weder ein Tabu noch ein Problem, über das man grübeln müßte, oder das sich im Ausland signifikant anders gestalten würde.

  12. Rating: +0

    Positive Negative

    Wie soll ich da bloß ohne ALDI leben???

    *grins* - das wird hart... Aber bei den Einwandererzahlen wird Aldi bestimmt bald darauf kommen, in Independencia 'ne Filiale zu eröffnen... ;-)

    Aber im Ernst: hier sind glücklicherweise noch eher "Tante-Emma-Läden" die Regel, es gibt zwar große Supermärkte in Villarica und auch ein paar Ketten, aber hier auf dem Land geht man halt "zu Karin" oder "zu Fichter" und in die kleine Despensa um die Ecke. Irgendwie netter. Aber natürlich weniger unverzichtbare Wochenangebote, *lol*

  13. Rating: +1

    Positive Negative

    Wie ist in Paraguay das Umfeld für "alternative" Lebensmodelle? Die Akzeptanz in der Bevölkerung?

    Werden sehen. Nach dem, was ich bisher weiß, scheint das recht entspannt zuzugehen. Wir sind ja auch nicht die erste "Kommune" oder Spiri-/Eso-/Alternativ-/Rohkost-Community, die dort einfällt... und bisher habe ich von den bereits dort befindlichen nicht gehört, daß sie ernsthafte Probleme mit der Bevölkerung hätten, was natürlich immer mit dem persönlichen Auftreten und Verhalten zu tun hat... Mit den bereits dort befindlichen Deutschen scheint es sogar eher mal schwierig zu sein, weil zumindest manche davon deutscher als deutsch sind... aber es gibt genug andere, und genug Platz, um sich aus dem Weg zu gehen.

    Thema "Moral": In Paraguay existiert ein lustiges Spannungsfeld zwischen katholischer verordneter Moral, der üblichen Karnevals-Bigotterie, und alten und neuen freieren Ansätzen. Nacktheit und selbst "Oben ohne" z.B. ist m.W. nicht besonders gern gesehen - die Körperhasser sind auf der ganzen Welt noch mit zuviel Einfluß versehen, und wie eine Paraguayerin mal nett selbstironisch in einem Blog schrieb "die Jesuiten haben lange genug gebraucht, uns das auszutreiben". Aber wen juckt das, wenn man ein paar Hektar Land um einen herum hat - und in der Öffentlichkeit respektiert man halt so mehr oder minder, was im Gastland üblich ist. Veränderung erfolgt durch Neugier und Nachahmungswille hervorrufendes, aber nicht darauf bedachtes Vorleben - nicht durch Missionierung und demonstrative Mißachtung.

    Und nebenbei: wenn man so etwas wie "freie Liebe" lebt, ist man auch in Deutschland ganz schnell ein Perverser, Bösewicht und höchstwahrscheinlich Kinderficker, mindestens, und die liebe Landbevölkerung fängt an, diese verdächtige "Gemeinschaft" bei den Bullen anzuschwärzen... scheint in Paraguay eher freier und multikultureller zuzugehen, als bei "uns", und man scheint es dort auch eher ertragen zu können, wenn andere glücklich und fröhlich sind.

    Im Detail wird man das einfach merken. Und wie überall auf der Welt gilt: "Geh Deinen Weg, - und laß die Leute reden." Auch dort wird es solche und solche und noch ganz andere geben, und mit den einen wird man mehr zu tun haben, mit den anderen weniger. Die einen werden über einen lachen, die anderen mit einem. Solange man sich halbwegs achtet und in Frieden läßt, alles kein Problem.

  14. Rating: +1

    Positive Negative

    Wie sieht es in Paraguay mit der Rechtssicherheit für Ausländer aus, z.B. beim Immobilienerwerb?

    Recht gut. Garantien gibts natürlich nie, das ist eine Illusion - auch in Deutschland kann man das Pech haben, daß das Grundstück einer ganz doll wichtigen neuen Straße weichen muß, und die deutsche Klassenjustiz einen gegen lachhafte Entschädigung enteignet.

    Aber Paraguay ist allem Anschein nach (noch) ein prinzipiell "ausländerfreundliches" Land, und spätestens nach der Einbürgerung ist man den Paraguayern gleichgestellt, zumindest in der Theorie.

    Bei Immobilien sind gewisse Beschränkungen in der Diskussion bzw. sogar schon Gesetz, das aber nur sehr halbherzig umgesetzt und von einflußreichen Menschen sabotiert wird - so sollen sehr große Ländereien, von denen nicht zumindest ein Teil landwirtschaftlich genutzt wird, möglicherweise und vielleicht mal enteignet oder ein bißchen höher besteuert oder so werden... Aber weder wird sich das durchsetzen (auch in Paraguay gilt im Zweifelsfalle der Kleinbauer nichts, und der ausländische Konzern alles, und Demonstrationen für eine Landreform werden gerne mal niedergeknüppelt), noch betrifft es unsereinen mit seinen Kleinflächen.

    Ansonsten sind Immobilien dort einfacher zu erwerben als ein Auto... ;-)
    Sachverstand und ein ortskundiger Makler sind natürlich von Nutzen, denn gelegentlich werden Grundstücke mehrfach verkauft, oder man weiß eigentlich gar nicht, wem sie wirklich gehören, und dergleichen Gruselgeschichten mehr. Mit etwas gesundem Menschenverstand und vernünftiger Unterstützung vor Ort dürfte es aber keine Schwierigkeiten geben.

    Was die sonstige Rechtssicherheit angeht: wie überall auf der Welt gibt es wenig Gemeinsamkeiten zwischen "Recht" und "Gerechtigkeit". Außerdem wurde/wird das paraguayische Rechtssystem mit Hilfe "deutscher Experten" umgestrickt, was nichts Gutes und mehr Bürokratismus erwarten läßt. Aber die Staatswillkür scheint in einem erträglichen Rahmen zu liegen, und da Elfenwald auch nicht vorhat, sich dort unnötig provokativ und aggressiv und auffällig zu präsentieren, dürfte es weder für uns noch für unsere Investoren Probleme geben.

  15. Rating: +1

    Positive Negative

    Wie sieht es mit der Sprache aus? Sprecht Ihr Spanisch?

    In Paraguay sind Spanisch und Guarani offizielle Amtssprachen, und je nach Region und Bevölkerungsschicht wird beides oder nur eines davon gesprochen. Englisch wenig, gerade in der "normalen" Bevölkerung. Deutsch, auch lustige Sonderformen wie altes Plattdeutsch, ist durch Einwanderer und alteingesessene Einwanderer (Mennoniten etc.) dagegen recht gut verbreitet, gerade in bestimmten "Kolonien".

    Für mich persönlich stellt die Sprache keinen Hinderungsgrund dar, obwohl ich berufs- und interessenbedingt nur im Englischen sehr gut sattelfest bin. Spanisch ist aber zumindest keine unsympathische Sprache (mit einem französischsprachigen Land hätte ich z.B. trotz meiner französischen Vorfahren wesentlich mehr Probleme... *lach*), und man kann sie lernen. Guarani auch.

    Soweit ich weiß - und das ist eigentlich auch sehr logisch - sollte man tunlichst schnell seine Sprachkenntnisse auf Trab bringen, da es Betrügereien und "Sonderbehandlungen" auf ein erträglicheres Maß reduziert, wenn man die Landessprachen zumindest so grob spricht.

    Aber man kann, wie viele deutsche Einwanderer in den letzten Jahren demonstriert haben, auch mit null Sprachkenntnissen anfangen, dann ist man halt erstmal auf die existierende deutschsprachige Infrastruktur und den Geschäftssinn und die Mithilfe der lieben Landsleute angewiesen... ;-)

    Außerdem scheint die Offenheit und die Geduld sprachunkundigen Ausländern gegenüber in Paraguay um EINIGES höher zu sein als in Deutschland...
    Also - bissl Spanisch auffrischen, und ab durch die Mitte, den Rest lernt man sowieso immer am besten im Land.

  16. Rating: +0

    Positive Negative

    Gibt es schöne Strände in Paraguay?

    Ähm - guggst Du bitte mal Landkarte, dann siehstu Qualität von Strand. Nixxe Strand habbe. Is sich Binnenland. ;-)

    Es gibt ein paar hübsche und große Seen, teilweise sehr verdreckt, aber angeblich ist das Schlimmste vorbei und z.B. der Ypacarai-See bei San Bernardino erholt sich langsam wieder. Und es gibt reichlich Wasser, in fließender und in fallender Form.

    Wer MEER will, ist in Paraguay falsch. Oder er tut das, was ich bereits von mehreren Deutschen dort gehört habe: sich öfter mal ins Flugzeug setzen oder sich mit den komfortablen Fernbussen über die Hoppelpisten nach Uruguay oder Brasilien rüber.
    Ist bezahlbar und auch nicht mehr Aufwand, als von Sachsen ans Mittelmeer. Und die Strände dort sind besser... ;-)

  17. Rating: +0

    Positive Negative

    Ist Paraguay das Paradies?

    Ähm, ok, ganz so naiv hat mich das keiner gefragt, aber so indirekt schon des öfteren.

    NEIN, Paraguay ist nicht das Paradies. Es ist ein Land, wo es wärmer und fruchtbar ist, wo Klima, Boden, Trinkwasser etc. "passen", und wo die Menschen im Schnitt etwas relaxter und unstressiger und netter sind. Politisch ist Paraguay solala, aber zumindest nicht ganz unerträglich, und nicht ganz so instabil wie in Teilen Afrikas, Kolumbien, etc.

    Aber es gibt jede Menge Schattenseiten. Umweltbewußtsein? Huaaaaa... Weit über die Hälfte der natürlich gewachsenen Wälder in Paraguay sind für Rinderzucht, deutsche Grillkohle und sonstigen Unsinn niedergemetzelt worden in den letzten Jahrzehnten. Müll wird vorzugsweise hinterm Haus oder im Straßengraben verbrannt - und nein, man ist auch nicht wählerisch mit dem, was man an Müll produziert... Wenn irgendwo Gold gefunden wird, entstehen gleich mal riesige Tagebaue in Privatinitiative, das Grundwasser und den Rest der Gegend kann man für die nächsten Jahrhunderte schätzungsweise nur noch mit Handschuhen anfassen. Ausländische Konzerne haben, besonders im Agrarbereich, böse ihren Daumen auf dem Land - haltet mal Ausschau nach der Dokumentation "Unreported World - Paraguay's Painful Harvest", ist im Netz über diverse Torrentseiten verfügbar. Paraguay ist eines der am übelsten von genmanipuliertem Soja und den passenden Pestiziden verseuchten Länder, massenhafte Geburtsfehler etc. bei der indigenen und/oder armen Landbevölkerung inklusive. Und so weiter. Es gibt auch, gerade unter den indigenen Menschen dort, zahlreiche, die extremst arm sind, die im Interesse der Großgrundbesitzer zusammengeprügelt werden, wenn sie ein Stück ungenutztes Land "besetzen", um dort ihr Essen anzubauen, und mancher soll schon "reiche" Touristen gebeten haben, seine Kinder mitzunehmen, damit sie in ein vermeintlich besseres Leben kommen.

    Nein, Paraguay ist nicht das Paradies. Aber wenn man sich entschieden hat, eine bestimmte Art von Leben zu führen, dann ist dort der Freiraum (im positiven wie im negativen) gegeben, um das zu tun. Und je mehr Menschen dort sympathische Visionen verwirklichen - vielleicht wirkt es sich dann auch auf das Land aus. Potential für ein Paradies gäbe es genug.

  18. Rating: +0

    Positive Negative

    Betrachtet Ihr Euch als Kolonialisten / Entwicklungshelfer für Paraguay?

    Nein, es sind hauptsächlich "egoistische" Motive, die Elfenwald nach Paraguay locken. Und das ist auch gut so...

    Das ist ein heikles Feld - natürlich greift man als Einwanderer im kleinen Rahmen ein in die Entwicklung eines Landes. Z.B. indem man einerseits zwar übers Internet Geld auf der Nordhalbkugel verdient und aus den dortigen unsympathischen Kreisläufen abzieht nach Paraguay, dabei aber natürlich gleichzeitig zu den "Reichen" im Land gehört (selbst mit ein paar Hundert Euro im Monat hat man bereits deutlich mehr als der Durchschnitt dort), und je nach Lebensstil die Gier nach kapitalistischem Reichtum verstärkt oder zumindest die Preise verdirbt, weil ja alles so billig ist...
    Ich halte auch vom reinen "Helfen" nicht viel - sofern es nur ein betüdelndes Unselbständig-Halten ist.

    Elfenwald wird sich bemühen, weder einen auf reiche, besserwisserische Kolonialdeutsche zu machen, die diesem faulen Pack dort mal zeigen, wie das so funktioniert, das alles und die Welt überhaupt. Noch betrachten wir uns als "Hilfsorganisation" für die armen, unterentwickelten Wilden dort, *lach*

    Das schließt nicht aus, daß wir bei dem einen oder anderen sinnvoll erscheinenden Projekt (ich habe z.B. linux4paraguay im Visier, wobei ich die noch nicht richtig einschätzen kann und erst mal ansehen werde) aktiv mit beteiligen, hier und da jemandem, der neugierig und aktiv ist, mit Wissen (z.B. in Sachen Internet) weiterhelfen, sofern das möglich und sinnvoll ist, ein paar Weiterbildungsmöglichkeiten schaffen, die auch weniger Betuchten offenstehen, etc.pp.

    Und es schließt auch nicht aus, daß wir einfach durch unsere Art und Lebensweise, ohne "erziehen" oder "entwickeln" zu wollen, ein paar Impulse setzen. Z.B. auch solche, die dem entgegenlaufen, was in den vergangenen Jahrhunderten von Kolonialisten und Jesuiten hineingepreßt wurde in Menschen und Land.

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    Gibt es in Paraguay Winter / Schnee / Frost?

    Paraguay liegt auf der Südhalbkugel, nicht direkt am Äquator, und im Zentrum Südamerikas (Kontinentalklima). Daher gibt es durchaus erkennbare Jahreszeiten, und starke Kontraste zwischen sehr heißen Sommern und erstaunlich kühlen Wintern.

    Übrigens muß man im Auge behalten, daß auch hier sich das Klima verschiebt und im Schnitt leider "extremer" wird. In den letzten zwei, drei Jahren gab es in PY die stärksten Regenfälle, die längste Trockenperiode und den brutalsten Frost seit Menschengedenken...

    Ob man mit Frost rechnen muß, hängt vom Landesteil (im Norden ist's eher wärmer...) und natürlich der Lage (exponiert/geschützt, Berg, Tal, ...) ab. "Normal" sind im Winter nächtliche Werte um 5-14 Grad und ein paar Nächte im Juni/Juli, wo es mal für ein paar Stunden unter Null geht. Wer dann seine Bananen ungeschützt offen gepflanzt hat statt unter schützende Bäume, der muß warten, bis sie wieder austreiben...

    Im vergangenen Jahr (Winter 2009/10) gab es hier in der Gegend um Independencia vereinzelt Temperaturen bis fast 10 Grad Minus. Wobei das schon recht heftig war, normalerweise gibt es nur minimalen Nachtfrost. Tagsüber hat die Sonne hier auch im Winter so viel Kraft wie in Deutschland im Frühsommer - es wird daher am Tag blitzartig wieder um die 20 Grad Plus, ich laufe hier auch im Juni/Juli öfter im T-Shirt herum. Wer deutsche Winter gewohnt ist, wird die hiesigen nicht wirklich ernstnehmen können... ;-)

    Längere Frostperioden oder Schnee sind unbekannt.

    Aber ganz zu vernachlässigen ist die Kälte nicht, gerade beim Gartenbau, Tierzucht, etc. sollte man das berücksichtigen. Und zumindest ein offener Kamin oder kleiner Holzofen im Haus ist ebenfalls angenehm, denn durch die meist sehr hohe Luftfeuchtigkeit werden auch schon gemäßigt kalte Temperaturen als sehr unangenehm empfunden, da wärmt ein Feuerchen Körper und Seele ;-)

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    Positive Negative

    Ich möchte ein Haus in Paraguay kaufen. Wie läuft die finanzielleAbwicklung dort? Muss ich ein Konto dort eröffnen oder kann ich den Kaufpreis "online" von Deutschland nach Paraguay auf das Konto des Verkäufers überweisen?

    Technisch geht natürlich beides, kommt drauf an, wie es der Verkäufer gerne hätte und ob/wo er ein Konto hat. Aber um etwas zu beantworten, was ich zwischen den Zeilen lese: NIE von Deutschland aus ungesehen eine Immobilie hier kaufen (das gilt nicht nur für Paraguay...). Außer wenn man persönlich GUT bekannte Menschen vor Ort hat, denen man absolut vertraut und die von der Materie Ahnung haben: selbst vor Ort sein, selbst zum Notar, etc. Dann kann man auch die Bezahlerei direkt mit den Betroffenen ausklamüsern und ggf. noch nebenbei eine Menge Geld an Überweisungs-/Umtauschgebühren sparen..

Deine Frage war nicht dabei? Und sie wäre auch für andere interessant?
Dann frag doch einfach ;-)

(((nö, geht leider nicht mehr, weil ständig nur Spam und Unfug gepostet wurde)))

 
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