Überbevölkerung & Fortpflanzungswahn

Eines der Themen, wo ich mit vielen „Esos“ und „Spirituellen“, aber auch mit einer Reihe Verschwörungsforscher und Weltverbesserer hübsch regelmäßig aneinandergerate.

Brauchen wir noch mehr Menschen? Oder sind wir schon lange zu viele?

Denn nicht nur im Vatikan, der ja schon immer auf ungebremsten Schäfchennachschub stand, sondern gerade auch in diesen Kreisen ist es in letzter Zeit in Mode gekommen, eine fröhliche Weitervermehrung der Menschheit zu fordern, und der dunklen Seite der Macht zu unterstellen, diese wolle „uns“ alle umbringen und die Menschheit kleinhalten.

'The Stork' - der Baby-Kampfbomber im Krieg gegen die Erde... Plakativ, aber wahr...

Teils kommt das einfach vom Nachplappern und Nichtdenken – was auch in diesen Kreisen sehr verbreitet ist. Und dann übernehmen halt die Hormone bzw. Andere das Denken. Teils stammt es aus den Kreisen, die aus fundamentalchristlich-konservativen Überzeugungen heraus gegen ihre Vorstellung der „NWO“ kämpfen und dabei natürlich ihr eigenes verqueres Weltbild zugrunde legen. Teils aber denkt man wirklich und in guter Absicht, folgt einem scheinlogischen Propaganda-Impuls, den die „dunkle Seite“ in Umlauf gebracht hat, denkt nicht verwinkelt und schmutzig genug, und tut brav das, was die Herrschaften von „ihrem“ Menschenzuchtvieh gerne hätten.

Auch hier habe ich keine Lust, die 6-800 Seiten zu schreiben, die notwendig wären, um das Thema einigermaßen erschöpfend abzuhandeln. Deshalb auch hier nur einige Stichworte, Thesen, Anti-Thesen und Beschreibungen der am Werk befindlichen Denkmechanismen, – als Anregung zum Selberdenken und als Zusammenfassung zugleich.


Ausnutzen eines Reflexes: habe ich einen Feind, ist alles, was der Feind will oder zu wollen vorgibt böse, und alles, was er sagt, eine Lüge. Das ist selbstredend schon in sich Blödsinn – selbst die bösen Nazis haben den Kindern in der Schule beigebracht, daß 2+2 meist 4 ergibt, und das stimmt auch heute gewöhnlich noch, selbst wenn man ein wackeres Mitglied der Antifa ist.

Die Gestalten, die – dazu noch mal an anderer Stelle – in letzter Zeit vollkommen unsinnig meist als „Elite“ bezeichnet werden, sind nicht dämlich. Zumindest ein paar davon. Auch die passen ihre Strategien und Absichten der Entwicklung an. Bisher haben sie so gewirtschaftet, als seien sie sich sicher, daß ihre Alien-Freunde sie hier rechtzeitig wieder rausholen und sie die Erde ruhig aussaugen und ruinieren dürfen. Aber selbst bei denen setzt Denken ein, und vielleicht sind ihnen auch ein paar ihrer schmutzigen Allianzen um die Ohren geflogen.

Selbst WENN also ein paar der irdischen Machtzirkel mittlerweile kapiert haben sollten, daß man im Interesse des eigenen Überlebens die Welt ein klein bißchen pfleglicher behandeln und das sich hirnlos vermehrende Zuchtvieh etwas bremsen sollte in seinem Fortpflanzungswahn – dann ist das nicht „falsch“. Wir sind dann nur in der etwas grotesken Situation, daß die „Bösen“ zumindest in einem Teilbereich plötzlich Teilverbündete sind. Problematisch wäre es nur, wenn sie das gemeinsame Ziel mit den ihnen eigenen ethisches Unwohlsein verbreitenden Methoden verfolgten. Darüber wäre dann noch mal zu reden. Aber wir dürfen beruhigt sein: ein Großteil der Machtzirkelchen will gar nicht, daß wir weniger werden. Sie lassen es uns nur glauben, damit wir, scheinbar ihnen zum Trotz, aber eigentlich genau nach Plan, artig weiter zahllose Seelen in die Welt vögeln.


„Cui Bono“. Die alte Frage nach dem, dem’s nützt.

Szenario 1: eine (durch bewußte Nicht-Vermehrung, nicht durch Mord) auf ein Drittel oder Viertel ihrer heutigen Zahl reduzierte Menschheit. Hoher Einsatz von Technologie und Automatisierung, schonender und effizienter Umgang mit den Ressourcen unsere Welt, hoher Bildungs- und Bewußtseinsstand, da sich diese kleine Menschheit mit Hilfe ihrer mechanischen „Sklaven“ (jede bisherige Hochkultur hatte Sklaven, auch unsere – nur so ließ sich bislang der Freiraum für Muße, Wissenschaft, Kultur erschaffen) sehr einfach und mit wenig „Arbeit“ ernähren und mit Bedarfs- und Luxusgütern versorgen läßt. Ethisch halbwegs saubere Verteilungssysteme sorgen dafür, daß es sehr wohl noch Unterschiede gemäß des eigenen Bedarfs, Betätigungsdranges und Ehrgeizes gibt, diese sind jedoch nicht existenzbedrohend und die Abstände geringer als heute.

Szenario 2: 10-12 Milliarden Menschen (genau weiß das keiner mehr), wuseln auf einer kahlgefressenen Erde herum. Die Gedärme des Planeten liegen offen, alles an Ressourcen wird herausgezerrt und gequetscht, wie es nur geht. Zwei Drittel der Menschen leben in Armut und Hunger und ständiger Furcht vor dem Morgen. Für ein bißchen „Sicherheit“ sind sie jederzeit bereit, ihre Seele und ihren Arsch zu verkaufen, billigst. Konzerne und Privatarmeen kontrollieren und verwalten das „Vieh“ und optimieren seine Zucht und sein Konsumverhalten. Seine Gesundheit wird auf mäßigem Niveau gesichert, wo nötig und nützlich, auch seine Zufriedenheit wird mit geistigen und chemischen Drogen unterhalb der Aggressionsschwelle gehalten – außer dort, wo ein Schwelkrieg Profitmaximierung und Machtgewinn verspricht.

Sicher – sehr plakativ. Und nur mal so angerissen. Aber welches Szenario (mal abgesehen davon, daß Szenario 2 im wesentlichen der Gegenwart entspricht), meine lieben Brüder und Schwestern Verschwörungsjäger, liegt wohl eher im Interesse der „globalen Eliten“ von heute?? Hmmm????
Selbst WENN die „Georgia Guide Stones“ nicht ein lustiges Ablenkungsmanöver, sondern ernst gemeint wären – dann hätte die Kraft, die stets das Böse will, mal einen sinnvollen Impuls in die Welt gesetzt, der ihren Interessen entgegenliefe…


Historische und gegenwärtig-praktische Betrachtung – wer hat in der halbwegs überschaubaren Vergangenheit zur Geburtenplanung aufgerufen, wer die Vermehrung gefordert und gefördert? Wer tut es heute? Sollte uns das irgendetwas sagen?

WENN die Machtzirkel dieser Welt eine Verkleinerung der Menschheit anstreben würden – dann müßten sie das nicht auf den angeblichen obskuren, hinterhältigen Wegen tun, die gerne genannt werden. Bringt ihnen keinen „Mehrwert“ und wäre viel zu aufwendig. Sie könnten ganz einfach ihre Propaganda-Macht, Ideologie, Furcht, Belohnung, politische Macht einsetzen, wie sie es bei anderen Themen auch tun. Tun sie aber nicht. Weil es ihnen eben gar nicht darum geht. Wer will schon freiwillig weniger Sklaven haben?

Die einzige Macht-Clique, die in den letzten Jahrzehnten halbwegs ernsthaft gegen das Karnickeln vogegangen ist, waren die Chinesischen Kommunisten, die ohnehin eine gewisse Sonderstellung auf diesem Planeten einnehmen – ich habe nicht gesagt, daß ich sie mag, nur daß sie m.W. relativ wenig mit den Machtzirkeln verflochten sind, die den Rest der Welt ziemlich gut im Griff haben.
Weder war dieser Ansatz sehr erfolgreich, noch waren die Methoden sehr sympathisch, aber immerhin. Die „Ein-Kind-Politik“ war der einzige zumindest im Grundsatz sinnvolle Ansatz, den die Politik zu diesem Thema weltweit bislang hervorgebracht hat.

Ansonsten gibt es m.W. niemanden, der es wagen würde, die Nicht-Vermehrung laut und konsequent zu propagieren. Stattdessen sind eher wieder Mutterschaftsmedallie und Brutprämien auf dem Vormarsch, um auch die etwas gebärunwillig gewordenenen Menschen in den Industrienationen wieder zum Karnickeln zu animieren. Politik, Religion (gerade Islam und Christentum), Militär, Wirtschaft: keiner, der ernsthaft weniger Menschen wollen würde.

Lustig und tragisch, daß die Spiris und Verschwörungsforscher gerade in diesem Punkt den Spagat machen, den sie sonst immer zu vermeiden suchen – und fröhlich-dämlich alles ignorieren, was an Fakten vorhanden ist, und sich stattdessen vor den Karnickelkarnevalswagen spannen lassen. Helau.


„Wir könnten mit all den verbotenen, geheimen Technologien schon heute locker 10 Milliarden Menschen ernähren“. Ähm – MÖGlich. Sehr vielleicht. Aber warum sollten wir, mit Verlaub, und was folgt daraus, wenn es denn stimmen sollte? Fakt ist, daß wir auch mit heute verfügbaren und bekannten Technologien die gegenwärtig auf der Erde befindlichen Menschen einigermaßen gut durchfüttern könnten – wenn es da nicht gewisse Probleme bei der Verteilung gäbe. Sehr gewollte Probleme.

Warum sollten wir weitere Milliarden herbefehlen, bevor wir nicht wenigstens ganz grob Angst und Gier und Machtgeilheit in den Griff bekommen haben? Nur weil es „theoretisch“ möglich wäre, sie zu ernähren, und weil wir den dumpfen Impuls zur Vermehrung in unserer Körperhülle haben? Und warum sollten wir den Organismus Erde noch weiter ausreizen und ausbeuten – auch heute wären wir, selbst WENN wir unser Denken und Verhalten änderten – heftig an der Kapazitätsgrenze der Erde. Zumindest wenn wir sie Erde sein lassen wollen, und unsere Vision nicht ein totes Planetenhochhaus wie Corazon aus StarWars ist. *grusel* Bereits heute haben wir rein rechnerisch eine Bevölkerungsdichte von über 40 pro Quadratkilometer (GESAMTE Landfläche der Erde, ink. Gletscher, Arktis, Gebirge, Wüsten… gerechnet auf 6.2 Mrd Menschen., was beides natürlich sehr optimistisch ist…), das ist mehr als genug.


Das Märlein von der „kritischen Masse“. Gerade im Zusammenhang mit den vermeintlichen oder vielleicht gar wirklich stattfindenden Veränderungen um „2012“ herum, einem erwarteten „Bewußtseinssprung“ der Menscheit, etc.pp. wird seit einiger Zeit das Argument ins Feld geführt, dazu sei eine kritische Masse von „erwachten“ Menschen erforderlich, die dann alle mitreißen beim „Aufstieg“ (oder auch woanders hin, wenn ich mir die meisten „Erwachten“ so ansehe), manche sagen aber auch, es sei eine gewisse Masse an Menschen überhaupt erforderlich, unabhängig von deren geistiger und spiritueller Befindlichkeit.

Wie immer sind die Angaben aus der „geistigen Welt“ bzw. die eigenen Hochrechnungen nicht sonderlich präzise – aber meist läuft es auf etwas so um die 10 Milliarden Menschen hinaus.

Na Mahlzeit. Möglich ist alles, man hat schon Universen kotzen sehen, und keiner weiß wie immer nix. Insofern: wer weiß.

Ist aber nicht besonders wahrscheinlich und logisch, die Quellen sind dubios, und ich halte diesen Murks für ausgesprochen riskant und obendrein für einen „Spin“, für Propaganda-Unfug der Gegenseite, ähnlich dem bereits oben gesagten. „Die Bösen da wollen uns am Aufsteigen hindern, und wir schaffen das nur, wenn wir ordentlich loskarnickeln.“ Juhui. Operation gelungen, Patient feste beim Schwängern. Papst und Illuminati machen zur Abwechslung mal gemeinsam ein Faß auf und freuen sich, daß ihre Nebelwerferei mal wieder ein paar Hirne bedappselt hat…

Ach ja: es darf natürlich auch noch einmal darüber nachgedacht werden, ob die Menschheit tatsächlich nicht nur eine Art Kollektivgedächtnis/morphogenetisches Feld hat (wahrscheinlich), sondern auch nur in der Vermassung stärker und bewußter werden kann. Ich halte uns nicht für Ameisen.

Und wenn schon „kritische Masse“: da gibt es zwei Varianten. Die absolute, und die relative. Angesichts all dessen was wir bislang wissen und erfahren haben, ist es wesentlich logischer, es erstmal mit der relativen kritischen Masse zu versuchen. Will heißen: wenn wir 2-3 Milliarden Menschen auf der Erde haben, von denen sagen wir eine halbe Milliarde einigermaßen bewußt oder von mir aus auch „erwacht“ ist, dürfte der Effekt wünschenswerter sein, als wenn wir 10 Milliarden hier herumhüpfen haben, von denen dann schon fast eine Milliarde „bewußt“ sein müßte, um auch nur auf ein Verhältnis von 1:10 zu kommen…

Woher die Vermehrungspropheten die ganzen „weisen“ Seelen nehmen wollen, ist mir ohnehin schleierhaft – bislang überzeugt mich der auf diesem Planeten massenhaft eintreffende Seelennachschub nicht wirklich… und die Wahrscheinlichkeit, daß, wenn ich zu 7 Milliarden Irren noch einmal ein paar Milliarden Irrer dazupacke, plötzlich alle ganz liebevoll und erleuchtet werden, ist für meinen Geschmack zu gering, als daß man es unbedingt drauf ankommen lassen müßte.

Die wesentlich wahrscheinlicheren Nebenwirkungen sind dagegen ein guter Grund, es bleiben zu lassen.


Das Märlein vom „Leben“, „gegen“ das man nicht handeln dürfe. Eine alte Kontroverse. Ist der Schutz bzw. das Ermöglichen des ungeborenen Lebens wichtiger, als der Schutz und die „Optimierung“ des geborenen Lebens? Ist „Leben“ an sich ein Wert? Auch schon vor seiner Existenz, so daß ich es anstreben muß, statt es zu vermeiden? Darüber kann man wohl nicht wirklich diskutieren. Aber eine Meinung dazu haben. Die meine lautet: Blödsinn, wenn auch lieb gemeinter. Das Leben sucht und findet meist einen Weg, wenn es denn unbedingt sein will, manchmal auch durch ein geplatztes Kondom, oder via jungfräulicher Geburt… *lach* Und, nebenbei bemerkt, gerade die so oft als „perfektes“ und „harmonisches“ Vorbild herangezogene Natur geht mit „überzähligem“ Leben auf die brutalstmögliche Weise um, um selbige Harmonie zu erhalten.
Wir können das getrost den Seelchen überlassen, und müssen keineswegs bewußt an ihnen zerren, um möglichst viele von ihnen dazu zu zwingen, die nächsten, vermutlich ziemlich krassen, Jahre und Jahrzehnte auf diesem Planeten mitzumachen… Und solange wir sehr offensichtlich nicht in der Lage sind, allein schon den bereits hier befindlichen, geschweige denn weiteren Milliarden Menschen ein fröhliches und freies und sattes Leben zu ermöglichen, sollten wir uns eher zurückhalten.
Wenn ich auf eine riskante Expedition gehe, zwinge ich weder Sklaven, mitzugehen, noch lasse ich Betrunkene im Suff den Vertrag unterschreiben. Ich erkläre jedem Einzelnen, was ihn oder sie erwartet, schonungslos und in den tiefsten mir zur Verfügung stehenden Schwarztönen. Nur wer dann sagt „JA“, kommt mit. Ähnlich sollten wir es meiner Meinung nach mit ungeborenen Seelen halten. Oder erst gar nicht fragen. Wir haben genug halb verhungerte Kindersoldaten und mehr als genug unreifes Konsumvieh und Pfaffenfutter.


Das mal so als kurzer Abriß und Denkanstoß.

Die eher praktischen Fragen (z.B. die, ob ich persönlich vorhabe, mich fortzupflanzen, oder ob ich ein „Kinderfeind“ bin), dann im Artikel über Kinder.

Gute Anregungen und Tips bekommen?

Sag mit ein paar Euro Danke! Hilft beim Aufbau unseres Projektes und dem Ausbau dieser Webseiten!
Set your Twitter account name in your settings to use the TwitterBar Section.