Toleranz

Toleranz ist etwas wunderbares.

Wie die meisten wunderbaren Dinge hat sie nur einen Nachteil: sie funktioniert nur unter einigermaßen gleichrangigen entwickelten Wesen guten Willens, die über einen kleinsten gemeinsamen Nenner verfügen.

Ansonsten war und ist sie nur eines: das perfideste Vehikel der Intoleranz.

Schönes Beispiel: die Missionare der „Freien Marktwirtschaft“, die jede Toleranz ihnen gegenüber blitzartig in Zinsknechtschaft und Ausbeutung verwandeln.

Das „hübscheste“ Beispiel aber: die Religion. Besonders Christentum und Islam.
Hätten Kelten und Germanen, Polynesier und Indianer und all die anderen freien Stämme etwas weniger Toleranz gezeigt, sondern etwas konsequenter Missionare verspeist, versklavt, verscheucht, wäre uns viel erspart geblieben.

Denn so ist es leider mit den meisten, die nach Toleranz schreien: sie wollen Freiraum für die Entfaltung ihrer eigenen Intoleranz. Religionsfreiheit? Uiiihhhh! Und schon kommen sie gerannt, nerven einen mit aufdringlich-herrschsüchtigem Gebimmel oder gar unmelodischem Geschrei vom Spitzturm, zücken ihre heiligen Büchlein und sind am Missionieren, was das Zeug hält und freuen sich auf die Scheiterhaufen, auf denen sie die Toleranten verbrennen können.

Sie können nicht anders, solange sie noch tatsächlich „glauben“, denn sie müssen ja „hingehen und alle Völker lehren“.

Fordert man sie dann höflich auf, andere mit ihren Wahnvorstellungen und aggressiven Wüstengöttern in Frieden zu lassen, geht das Geschrei los. Weist man sie in ihre Schranken, schreien sie noch lauter.

Nee, Toleranz dieser Art funktioniert (noch) nicht, denn die meisten Wesen sind (noch) nicht in der Lage, die „Gartenzäune“ der anderen zu respektieren, besonders, wenn der Gartenzaun nicht stacheldrahtgespickt ist oder gar nicht sichtbar ist.

Ich bevorzuge daher eine achtungsvolle Intoleranz: der andere möge glauben, was er will und leben, wie er will – solange er mich und andere damit nicht offensichtlich zu etwas zwingt oder unser Leben nachteilig beeinflußt und uns belästigt. Und wenn die Unterschiede zu groß sind – dann bitte woanders.

Die Grenzen sind fließend.

Mit Menschen, die Achtung (v.a. ein gewisses Maß an Selbstachtung) und Rücksichtnahme und Liebe in sich haben, kann man relativ viel an Differenzen einfach stehenlassen, einander zusehen, und fröhlich nebeneinander her leben.

Mit Missionaren (nicht nur religiösen) und anderen machtgeilen Irren weniger.

Die kann man eine Weile ignorieren, vorzugsweise aber frühzeitig in ihre Schranken bzw. aus dem Land weisen.
Oder aufessen, wenn man sich das antun möchte.

Am besten läßt man sie erst gar nicht in seine Nähe. Das kann man auf politischer Ebene handhaben, oder – zumindest im persönlichen Bereich – mit „energetischen“ Mitteln. Man zieht diese Menschen einfach nicht an, signalisiert ihnen automatisch und telepathisch haßfreien, aber klaren und unbeugsamen Widerstand und ihre Überflüssigkeit, dann bleiben sie meist freiwillig weg.

Die Community des Elfenwaldes wird in dieser Hinsicht jedenfalls ausgesprochen „diskriminierend“ und „intolerant“ sein: Götter, Glauber, Machtwesen, Körperhasser und sonstige expansive Menschenfischer jeder Couleur müssen draußen bleiben oder werden wieder hinauskomplimentiert.

Wir stellen auch einen Wassernapf vor die Tür.

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