Revisionismus

Was ist Wahrheit?

Ich wähle bewußt diese Überschrift. Sie ist nicht nur eine der Grundfragen menschlicher Existenz, sie ist auch eine der Grundfragen der philosophischen Erkenntnistheorie. Und dieser Satz stand über einem der fragwürdigen Standardwerke der “rechten” Revisionismus-Szene aus den Sechziger Jahren 1

Was ist Revisionismus?

Die sog. “Bundeszentrale für politische Bildung” schreibt auf ihrer Webseite dazu:

Als “Revisionisten” bezeichnen sich Rechtsradikale, die an einer veränderten Sicht des Geschichtsbildes interessiert sind.

Das ist richtig, aber, wie man es von einer staatlichen Propaganda-Einrichtung erwarten darf, nur ein kleines Häppchen der Wahrheit, und ein verzerrendes noch dazu. In der Tat ist “Revisionismus” eines der Haupt-Hobbies der Braunen, und beschränkt sich dort meist darauf, einen kleinen, rund 1000 Jahre umfassenden Teil des 20. Jahrhunderts umzuschreiben. Darauf kommen wir später noch.

Falsch ist, daß sich nur Rechtsradikale als “Revisionisten” bezeichnen. Auch ich z.B. betrachte mich als “Revisionist”, werde aber jeden, der es wagt, mich als Rechtsradikalen oder Nazi zu verunglimpfen, solange mit einem (Vorsicht Ironie) Baseballschläger, auf dem “White Resistance” eingraviert ist, bearbeiten, bis er die Unwahrheit seiner Behauptung einsieht. (Ende Ironie)

Es ist ein ärgerliches Phänomen, daß, ähnlich wie jede Kritik an Israel oder den Machenschaften einiger mieser Geldjongleure oder Medien-Fuzzis, sofern sie dummerweise Juden sind, mit der “Antisemitismus-Keule” behandelt wird, auch gerne versucht wird, jedes skeptische Betrachten der offiziellen Geschichtsschreibung in einen Topf mit gewissen Halsstarrigkeiten aus dem Lager der Alt- und Neu-Nazis zu werfen – und damit zu diskreditieren.

Allerdings funktionieren diese plumpen und offensichtlichen “Argumentations”wege nicht mehr so recht – spätestens seit den Irak-Kriegen und den False-Flag-„Anschlägen“ von “9/11” begreift eine immer breitere Öffentlichkeit, daß die offzielle Geschichtsschreibung der Macht, an deren Rockzipfel gewöhnlich auch die meisten Journalisten und Historiker herumgreinen, mit Wahrheit wenig zu schaffen hat. Wir haben mehr Zugang zu mehr Informationen (und Fehlinformationen) als jede Generation vor uns. Und wir fangen verschärft an, uns Fragen zu stellen. Und wer dann versucht, jeden Fragensteller als latenten Antisemiten und Nazi zu diffamieren, der macht sich nur noch mehr lächerlich und provoziert noch mehr Fragen…

Ich betrachte “Revisionismus” als Bürgerpflicht, und als Historikerpflicht ohnehin (sollte man jedenfalls denken). Revisionismus bedeutet nichts weiter, als vermeintliche historische “Tatsachen” immer wieder zu hinterfragen, solange es auch nur ein Restchen Zweifel und Fragwürdigkeiten an und in der als Wahrheit verkauften Version gibt.

Ich hatte ursprünglich vor, hier einen kleinen Rundgang durch die neuere Zeitgeschichte zu veranstalten – aber mir vergeht immer mehr die Lust, mich mit den Lügengebäuden der „historischen“ Scheinwelt zu befassen. Ich habe besseres zu tun, worauf ich meine Gedanken und Energien fokussiere – und wer auch nur ein klein wenig denken kann (und will), der kann unschwer die Risse im offiziell kolportierten Unsinn erkennen und selbst Hammer und Sichel Meißel anlegen.

Nur wenige Stichworte – und ein Video.

Golfkrieg I (Irak vs. Iran, 1980) – Hussein, der Champion der freien Welt gegen die bösen Mullahs — illegale Auslandseinsätze deutscher Soldaten unter falscher Flagge von Afghanistan (u.a. während der sowjetischen Besatzung) bis Afrika (praktisch seit der Wiederbewaffnung) — Golfkrieg II (Bush Senior vs. Irak, 1991) Die Brutkästen von Kuwait und die Tochter des Botschafters
„9/11“das Märlein von Osama und den 19 Teppichmessern, die Prophezeihungen der BBC zu WTC 7, und vieles mehr…

Es gäbe noch vieles, was dringend etwas genauer und meist auch anders betrachtet werden müßte, als es uns die mediale Geschichtsschreibung vorschreiben möchte. Serbien, die “Wiedervereinigung”, der “Afrikanische Weltkrieg” mit seinen Millionen Toten und seinen zumindest teilweise bekannten Nutznießern, die Legenden um die sogenannte RAF, Einzelschicksale wie das von Alfred Herrhausen oder JFK, und vieles, vieles, was nicht einmal das Licht irgendwelcher „Verschwörungstheorien“ erblickte, sondern erfolgreich komplett im Dunkeln blieb.

Aber das hier ist kein Geschichtsbuch, und ich bin kein Historiker. Nur ein Mensch, der es für notwendig und angesichts der Gehirnwäschefeldzüge, die die Protagonisten der “Neuen Weltordnung” gegen uns und jede Form von Wahrheit führen, für dringend geboten hält, Fragen zu stellen. Und sich anhand dieser Fragen darüber klar zu werden, daß selbst in der Gegenwart, quasi unter unseren Augen und vor unserer Nase, Konglomerate aus Halbwahrheiten und Lügen und nie mehr zu klärenden Kuddelmuddels existieren, und so ziemlich die einzige “historische Wahrheit” in guter alter Akte-X-Manier lautet: “Trustno1”. Glaube niemandem.

Und dann kümmere Dich wieder um sinnvolleres – wie den Aufbau einer Welt, in der das geschichtsklitternde „Eliten“-Gesindel keine Macht mehr hat.

Übertragbarkeit auf die weitere Vergangenheit

Beispiele für Geschichtsfälschung, für Siegergeschichtsschreibung, für eitle Anpassungen der Wahrheit im Sinne “großer” Herrscher, das Umschreiben von Niederlagen in Siege, und viele Klitterungen mehr hat die unabhängige Geschichtsforschung unzählige gefunden. Da muß man gar nicht von der Gegenwart zurückschließen. Allerdings beziehen sich diese Forschungen zumeist auf Bereiche, die lang genug zurückliegen und/oder nicht mit gegenwärtigen Interessen(sgruppen) kollidieren.

Schade eigentlich – je weiter die Dinge zurückliegen, desto größer die Bereitschaft, die Wahrheit zu suchen und gelten zu lassen. Desto größer aber auch das Problem, überhaupt noch unverfälschtes Material und verläßliche Quellen aufzutreiben, die sinnvolle Aussagen zulassen würden. Selbst bei Ereignissen, die nur wenige Jahre zurückliegen, ist es schon schwer genug, wie wir gesehen haben.

Dennoch wächst mit dem zeitlichen Abstand wenigstens die Erträglichkeit von Wahrheit und Aussagen, die einen noch vor wenigen Jahren an die moralische Wand gestellt hätten, gelten plötzlich als Allgemeingut. So habe ich noch in den 80er Jahren in der Schule gelernt, daß “Deutschland” unzweifelhaft und allein schuld an beiden Weltkriegen gewesen sei. Dabei gab es die “Fischer-Kontroverse” bereits Mitte der 60er und heute redet kein ernsthafter Historiker (der ohnehin solche Simplifikationen scheuen sollte) von einer deutschen Alleinschuld am ersten Weltkrieg. Beim zweiten sieht das anders aus – zum einen, weil die Faktenlage dort etwas anders aussieht, zum anderen, weil hier der Staat wahrheitsbildend eingreifen zu müssen glaubt.

Ich persönlich (als Kind “alter Eltern”, die diese beschissene Zeit noch aktiv an Front und “Heimatfront” miterleben “durften”) denke sehr wohl, daß auch da noch nicht alles auf dem Tisch liegt, und im Bewußtsein der breiten Öffentlichkeit schon gar nicht. Daß das nichts mit Sympatisanthentum für braune Hitler-Apologeten und ihre stiefeltretende Meinungsgleichmacherei zu tun hat – wird gerne mit Vorsatz mißverstanden. Traurig.

Daß man der Wahrheit einen Bärendienst erweist, in dem man ihre Leugner mit Paragraphen statt Argumenten (die es ja reichlich gäbe) verfolgt, hat die BRD immer noch nicht begriffen und versucht ihre unfreie Geschichtsdiktatur auf Europa und möglichst auf den UN-Machtbereich auszudehnen. Vermutlich nett gemeint. Aber dumm.

Das Kapital, das braune Rattenfänger aus Farcen wie dem Zündel-Prozeß schlagen, oder die Eleganz, mit der die durchaus fragwürdigen Machthaber im Iran das Thema für sich kapern, zeigen – auch wenn die gleichgeschaltete Presse kein Wort über die Inhalte der Teheran-Holocaust-Konferenz verlor – wie der §130-Schuß mit seiner immer “großzügigeren” Auslegung immer mehr nach hinten losgeht.

Untaten stehen für sich, wer sie begeht, ist schuldig, Karma hin, Finanziers und Strippenzieher her. Trotzdem ist ein Interesse an den Hintermännern und meist vorhandenen komplexen Verstrickungen der vermeintlich “Guten” gerechtfertigt und notwendig. Auch und gerade, um dümmlich agitatorisches Schwarz-/Weiß-Getue in der Gegenwart nicht mehr zu schlucken. Es gibt keine “Achse des Bösen”, es gibt keinen “Krieg gegen den Terror”, und auch wenn man die Praktiken der USA und des obskuren PNAC-Gesindels, das dort momentan noch den Ton angibt, zum Kotzen findet – kann man kaum übersehen, daß die Gegenseite in den wenigsten Fällen sympathischer oder moralisch integrer ist. Irre Muselmanen oder die chinesischen Kommunisten jedenfalls mit Sicherheit nicht.

Nur wer sich beinharten Skeptizismus gegen jede vermeintliche zeitgeschichtliche Wahrheit bewahrt, ist halbwegs immun gegen die verdummenden und instrumentalisierenden Eintrichterungen derer, die gerade die Macht haben oder sie gerne hätten – und ihre Stiefellecker in der vermeintlich freien Presse.

Das gilt auch für die widerliche Instrumentalisierung historischer Wahrheiten und Legenden für gegenwärtige Fragwürdigkeiten und wirtschaftliche Interessen. So ist Norman Finkelsteins “Die Holocaust Industrie” aus gutem Grund in der BRD nicht verboten – wer mit dem Leiden von Millionen Unschuldiger finanzielle Spielchen treibt, ist nicht wirklich besser als der, der dieses Leiden leugnet. 2

Und George W. Bush erntete von historisch etwas wacheren Zeitgenossen zynische Lacher, als er „9/11“ als „das neue Pearl Harbor“ bezeichnete – denn nicht lange vor den “Anschlägen” des 11.9.2001 waren die Akten verfügbar geworden, die ziemlich eindeutig belegen, daß auch Pearl Harbor nicht das war, als was es die arme überfallene Nation USA immer gerne hingestellt hat. Doch auch diese Wahrheit ist in den Köpfen der meisten Menschen nicht angekommen – denn dort wird durch tränendrüsenlastige Filme (”Pearl Harbor” kam ungefähr zeitgleich zur Freigabe der einschlägigen Akten in die Kinos – Zufall?) und penetrantes Wiederholen der alten Legenden in den Medien und Politikerreden das alte Bild aufrechterhalten. Interessenbehaftete Sepia-Töne und intellektueller Weichzeichner statt Wahrheit oder auch nur die Suche nach ihr.

In diesem Sinne halte ich einen anarchischen Jedermann-Revisionismus für unverzichtbar. Sein Job ist nicht, historische Wahrheit freizulegen. Sein Job ist es, die schlampig gekitteten Lügenfugen im offiziellen Weltbild beim Namen zu nennen und so weit wie möglich auszukratzen.

  1. Paul Rassinier: Was ist Wahrheit? Die Juden und das Dritte Reich
  2. zur Person des jüdischen Professors Finkelstein, der selbst ein Sohn von KZ-Überlebenden und dennnoch oder gerade deshalb überzeugter Antizionist ist, und der grotesken Debatte um seine Thesen ist viel geschrieben worden – einen wenn auch in weiten Teilen bemüht anti-Finkelsteinschen Einblick liefert dieser Wikipedia-Artikel
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