Reinkarnation, Wiedergeburt, Rückführungen

Reinkarnation ist für mich keine Sache des „Glaubens“. Selbst in der vermurksten „christlichen“ Religion gehörte die Erfahrung einer mehrfachen Wiedergeburt mehrere Jahrhunderte ganz selbstverständlich mit dazu – bis man die Menschen aus nachvollziehbaren Gründen lieber auf eine einmalige „Sünde“/„Vergebungs“-Abhängigkeit festnagelte. Auch wenn viele Quellen vernichtet wurden, läßt sich sogar noch mit hoher Wahrscheinlichkeit der Hergang rekonstruieren – demnach hat ein Konzil erst Mitte des 6. Jhds, und wesentlich auf Betreiben der auch sonst nicht uninteressanten byzanthinischen obersten Konkubine, äh, Kaiserin, Theodora, die Reinkarnation aus Bibel und Christentum tilgen lassen 1. Aber ok – lassen wir den Todeskult der Christen mal, und die offensichtliche Motivation derer, die den Menschen einreden wollen, sie hätten nur dieses Leben und müßten sich vor dem „Tod“ fürchten…

Und wenden uns lieber dem (mehrfachen) Leben zu.

Dummerweise ist es bislang anscheinend nur relativ wenigen Individuen möglich, bewußt und willentlich und mit voller Erinnerung durch ihre Leben zu schreiten. Bei den meisten findet dagegen zwischen den Leben eine Art „Neuformatierung“ statt, die zumindest das bewußte, wache Erinnern blockiert, obwohl Erinnerungen, Fähigkeiten etc. sehr wohl mitgenommen werden.

Wie im einzelnen diese Mechanismen ablaufen, ist – wie so vieles – im Detail noch nicht klar.

Immer klarer wird aber ihre prinzipielle Existenz – ich rede dabei nicht von „Glaubenssätzen“, sondern von massenhaft Indizien, die zwar nicht immer den „seriösen wissenschaftlichen“ Kriterien unserer im selbstgebauten methodologischen Knast hockenden Schulwissenschaft entsprechen, aber handfest genug sind für den gesunden Menschenverstand.

Ich betrachte, teils aus eigenen Erfahrungen heraus, teils auf Basis von Dokumentationen wie der von Dr. Ian Stevenson 2, der Tausende mögliche Fälle weltweit untersuchte, oder den Berichten von Ex-Skeptikern wie Tom Shroder („Old souls3) das Grundkonzept der Reinkarnation als hinlänglich wahrscheinliche Tatsache.

Greifen wir nur einen der bekanntesten Fälle heraus, der durch Gandhis „Einmischung“ bekannt wurde und zu den am besten dokumentierten gehört.

Da kommt ein kleines Mädchen auf die Welt, in Delhi. Das kleine Gör ist recht altklug, lernt früh sprechen, und kaum daß sie es kann, erzählt sie allen, daß sie doch eigentlich Soundso heiße, und das hier sei doch gar nicht ihre Familie, und sie sei doch verheiratet, und sie wohne dort und dort,  und…so…weiter… Da das in Indien geschah, wurde das kleine Wesen nicht gleich mit Ritalin und schlimmerem abgefüllt, obwohl es natürlich schon etwas heftig ist, wenn einem ein Kleinkind dergleichen mit unglaublicher Penetranz vorquäkt und zu seinen angeblichen Leuten will… Ein Lehrer nimmt sich der Sache an, über die Jahre kommen immer mehr Details zum Vorschein. Es wurde ihr ermöglicht ihren angeblichen Mann zu treffen  – und es stellte sich heraus, daß die Geschichte bis aufs Haar stimmte und sie Dinge aus ihrem letzten Leben wußte, die niemand wissen konnte.
Der Hintergrund: die junge Frau war, kurz bevor das kleine Mädchen geboren wurde, bei einem mißglückten Kaiserschnitt ums Leben gekommen. Und war wohl „irrtümlich“, hektischer als sonst üblich, und nur teilformatiert zurückgekehrt.
Auch Mahatma Gandhi interessiert sich für den Fall, der selbst für das reinkarnationsgewohnte Indien sehr klar und spektakulär war. Er empfängt Shanti Devi in seinem Ashram. Und läßt die Geschichte von einer 15-köpfigen Expertenkommission untersuchen. Deren Abschlußbericht bestätigt klipp und klar die Geschichte der Shanti Devi.

Fälle wie diesen gibt es zu Tausenden, und wenn man in Westeuropa nicht die meisten in Klapsmühlen vergewohlwuzzelt und die Chance auf Erforschung vertan hätte, gäbe es noch mehr.

Dabei erscheint es so, daß das bewußte, spontane Sich-Erinnern besonders bei Menschen geschieht, die aus ihrem letzten Leben auf abrupte und oft gewalttätige Weise hinauskatapultiert wurden – warum auch immer. Die Verbindungen zum Vorleben reichen gerade bei solchen Fällen oft bis zu körperlichen Merkmalen (z.B. ein fettes Muttermal präzise an der Stelle, wo der letzte Körper mit dem Messer den Todesstoß bekam), oder zu nach herkömmlicher Wissenschaft absolut unerklärlichen Übereinstimmungen, wie z.B. der noch recht neue Fall des damals sechs Jahre alten Taranjit Singh aus dem Bundesstaat Jalandhar in Indien, der behauptete, er sei die Wiedergeburt eines Jungen aus dem benachbarten Dorf, der 1992 bei einem Motorradunfall verunglückt war. Wie so oft ergaben sich erstaunliche Übereinstimmungen zwischen den Aussagen von Taranjit und seinem angeblichen Vorleben. Das Wiedersehen mit der Mutter des verstorbenen Jungen war ein Bollywood-reifes Rührstück.

„Soweit unterschied sich der Fall des Taranjit Singh nicht von den Tausenden anderen bekannten Fällen von Wiedergeburt in Indien. Erst als der bekannte Kriminologe Raj Singh Chauhan auf eigene Faust Ermittlungen anstellte, ergab sich ein weiteres Indiz, das nur schwer zu wiederlegen sein dürfte. Der Experte für forensische Handschriftenanalyse verglich die Schulhefte des Taranjit Singh mit denen des verstorbenen Jungen. Das Ergebnis seiner Untersuchung ergab die 100prozentige Übereinstimmung beider Handschriften.“

(Zitat aus einer Doku des WDR)

Tja – sowas ist hart für die unwissenschaftlichen Anhänger der „Jeder-nur-EIN-Leben-Verschwörungstheorie“… ;-)

Übrigens noch etwas zur „Methodologie“, besonders der der Leugner: es ist sicher möglich, in den über 3000 Fällen, die Stevenson untersuchte und den zahllosen anderen, ein paar zu finden, die dubios sind oder ganz einfach nicht stimmen. Tatsache ist aber, daß auch nur EIN zweifelsfreier Fall reicht, um klarzustellen: Da IST etwas, was wir mit den gängigen Methoden nicht erklären können. Also fehlt unseren gängigen Methoden wohl etwas… Und es gibt nicht einen, sondern Massen.

Die beiden Fakten, daß der Mensch

  • eine Art von körperunabhängigen Bewußtsein / Seele / „Geist“ oder wie auch immer man das Dingens nennen mag, hat
  • und daß im Allgemeinen dieses „Dingens“ im Laufe der Zeit eine ganze Reihe von Körpern bevölkert

dürfen nach meinem Geschmack als gesichert angenommen werden.

Von den technischen Details her ist aber höflich formuliert noch vieles herauszufinden.

Deshalb, auch wenn ich von „Reinkarnation“ oder „Seelenwanderung“ spreche – bitte nicht mit den überlieferten Glaubenssystemen, z.B. der Hindus oder Buddhisten, verwechseln.

Eine Menge von Kulten hat ihre Vorstellungen von Moral, von Gut/Böse, von Ausgleich und Sühne und sonstige Wertvorstellungen und Phantasien und vermeintliche oder wirkliche „Erkenntnisse“ der nichtphysischen Ebenen mit der empirischen Erfahrung von Reinkarnation vermengt und darübergestülpt. Und dabei haben sich Machtwesen der unterschiedlichsten Richtungen alle Mühe gegeben, das Konzept der Reinkarnation entweder zu leugnen und aus den Köpfen zu prügeln – oder es soweit zu verfremden und umzuinterpretieren, daß es von Freiheit zu Zwang, von Spiel zu Last wurde.

So ist es z.B. nach meinem heutigen Halbwissen tendenziell eher so, daß Wesen innerhalb ihrer Spezies reinkarnieren (also Katz kommt als Katz wieder, Mensch als Mensch, mit gelegentlichen Ausnahmen), daß dabei nicht unbedingt eine vorgegebene hierarchische Entwicklung durchlaufen wird bzw. werden muß (Mineral-Pflanze-Tier-Mensch-Nirvana…), und daß „Bestrafung“ oder „Belohnung“ in Form von Degradierung zur Ameise oder Beförderung zum Mensch keine Rolle spielen.

Es ist auch höchst fragwürdig, ob es bei dem ganzen Rein-Raus-Lebensgewusel einen vorgegebenen „Sinn“ gibt, und noch viel fragwürdiger ist, daß der „Sinn“ sei, dem Gewusel zu entfliehen ins „rein Geistige“.

Und es gibt auch keine wirklich befriedigenden oder gar „bewiesenen“ Antworten auf eine ganze Reihe von Fragen zum praktischen Ablauf – z.B. fängt das schon dabei an, wo denn zum Geier bitte die Milliarden „neuer“ Seelen hergekommen sind und immer noch herkommen… waren das wirklich alles mal Ameisen und Karnickel, wie man nach ihrem Verhalten schließen könnte? Oder Aliens? Oder entstehen sie „neu“? Es gibt eine Menge Theorien dazu, und eine Menge Schwabbelköppe, die selbstredend ihre Theorien für die finale Erleuchtung halten – aus meiner Sicht gibt es da aber einstweilen „nur“ großmächtiges Staunen und spielerische Neugier und Forscherdrang.

Es gibt eine Vielzahl von Arbeitshypothesen, wie ich das bevorzugt nenne, statt mich in die Scheingewißheit der Glauber zu flüchten.

Eine davon ist die, daß unser langlebigerer Teil, nennen wir ihn mal „Seele“ (bitte nicht gleich wieder den Kirchenquatsch dazudenken, „Seele“ steht nur für das nach heutigem Verständnis Nicht-Materielle unserer Existenz) sich für seine Inkarnationen eine Art „Plan“ zu machen scheint. Nicht im Sinne eines exakt eingehaltenen Drehbuchs (was geringfügige philosophische Auswirkungen hätte, Stichwort deterministisches Weltbild…), sondern eher im Sinne von: „Hmmm, schöner Tag heute, was nehm ich mir denn mal vor? Ah, bißchen das Blumenbeet verhübschen, oh, und  – Mist – ich muß jetzt endlich mal meine Steuer machen…“.

In Verbindung mit den ebenfalls bisher nur sehr schwammig greifbaren Mechanismen der Realitätsentstehung führt das z.B. dazu, daß uns bestimmte Themen in einem Leben immer wieder begegnen, bis wir sie in irgendeiner Weise gelöst haben oder den Lerneffekt, den wir uns vorgenommen hatten, abgehakt haben. Übrigens gehe ich davon aus, daß wir selbst uns diese „Aufgaben“ oder Pläne vornehmen – nicht etwa, daß ein hochwohllöbliches Gremium uns mit dem diesmaligen Lehrplan auf die Erde schickt und anschließend Zeugnisse schreibt und über unsere weitere Entwickungserlaubnis befindet (es sei denn, wir haben uns entmächtigt und uns selbst zum fremdbestimmten Vieh gemacht)…

Auch „Karma“ hat anscheinend herzlich wenig damit zu tun, daß wir in späteren Leben für „böse“ Taten, die wir in früheren Leben begangen haben, „bestraft“ würden. Es folgt eher wertneutral dem Effekt von Ursache und Wirkung – habe ich jemanden in früherer Zeit böse vor’s Schienbein getreten, wird er mir in dieser Runde vermutlich etwas zurückhaltender begegnen… Und es scheint auch so, als sei „Karma optional“ wie ich es gerne ausdrücke – ich halte es für ein hübsches beschwichtigendes Gerücht, was z.B. Bischof Tutu, Mitglied dieser merkwürdigen Gruppe der „Elders“, jüngst in einem Interview zum besten gab: daß wir es mit einem „moral universe“, mit einem moralischen Universum zu tun hätten, in dem alle „Bösen“ ihre gerechte Strafe bekommen…

Wer sich entscheidet, seine Untaten „auszugleichen“, indem er sich dafür bestraft und sie „sühnt“, der wird das tun (müssen). Wer sich entscheidet, sie auszugleichen, indem er künftig Besseres tut und Schönes erschafft, der wird genau dieses tun (diesen Weg wähle ich, auch innerhalb dieses Lebens). Und wer sich entscheidet, ein reuefreies Arschloch zu sein, der wird das ebenfalls sein, und es gemäß der heutigen Mechanismen auf der Erde weit bringen. Alle diese Entscheidungen liegen bei uns, alle sind reversibel – wir müssen sie nur treffen, denn sonst können vermeintliche oder reale „Altlasten“ sehr wohl unser jetziges Leben prägen und sogar blockieren.

Damit sind wir auch beim Thema „Rückführungen“, also den diversen Methoden, einen realen oder vermeintlichen Blick in vergangene Leben zu werfen, oft aus therapeutischen Gründen, aus Neugier, oder um irgendetwas zu verstehen.

Persönlich stehe ich Rückführungen abwartend gegenüber – ich brauche keinen wirklichen „Beweis“ dafür, daß ich schon öfter da war. Das ist mir auch so sehr klar, und hat sich immer mal wieder und „einfach so“ gezeigt, u.a. beim Wiedersehen mit altbekannten Wesen, oder bei – mit den üblichen Theorien definitiv nicht erklärbaren – Deja-Vu’s an bestimmten Orten. Ich gehe davon aus, daß unsere Seele beim Gang durch die Leben vieles „vergißt“, solange sie meint, vergessen zu müssen. Das dürfte seine Gründe haben. Und recht oft dürfte es auch besser so sein.

Etwas anderes ist es, wenn man in seinem Leben immer wieder an Wände läuft oder sich mit bestimmten Dingen und Mechanismen quält, die unlogisch erscheinen, und die sich lästigerweise oft mit herkömmlicher Psychologie nicht so recht aus diesem Leben erklären lassen.

Da bergen Rückführungen (die man unter Anleitung erfahrener Rückführungstherapeuten machen kann, oder, wenn man sich das zutraut, auch in Eigenregie) eine Chance auf Erkennen und Heilen. Interessanterweise ist es für den Heileffekt dabei wenig von Bedeutung, ob das Erinnerte „wirklich wahr“ ist, oder aus irgendwelchen spinnwebig-unaufgeräumten Winkeln unseres Unterbewußtseins zusammengebastelt wurde. Daher wird Rückführungstherapie auch von Therapeuten eingesetzt, die sich selbst gar nicht so sicher sind, ob sie „an Reinkarnation glauben“, bzw. es nicht so recht zugeben wollen, weil sie weiter als „richtige“, „seriöse“ Psychologen gelten wollen… ;-)

Wichtig ist aus meiner Sicht, sich auch hier möglichst wenig vorzumachen.

Wer, mit welchen Mitteln auch immer, versucht, seine Erinnerung an Vorleben hervorzukitzeln, sollte entweder mit harmlos-fröhlicher „Uih, ich guck heut mal wieder nen Film“-Einstellung drangehen. Oder bewußt, kritisch hinterfragend, forschend. Sonst kann das Ganze auch gründlich nach hinten losgehen – denn es gibt genug Geldschneider, Hobby-Rückführer und Schwatzbacken, die einem notfalls auch gleich selbst erzählen, was damals Sache war, wenn man sich selbst nicht so recht erinnern kann, oder die einen ohne jegliches Fingerspitzengefühl in üble Erinnerungen prallen lassen, oder einem die üblichen „Auch ich war mal eine gaaaanz glanzvolle super Königin“-Phantasien suggerieren. Und, gerade wenn es um länger zurückliegende Inkarnationen geht (die halbe Eso-Szene war ja in Avalon inkarniert, da muß es mindestens 80 Morgaines gleichzeitig gegeben haben…und die Überbevölkerung in Atlantis war ebenfalls krass, wenn man nach den ganzen Hobby-Rückführern geht, von Cleopatra- und Napoleon-Kandidaten reden wir lieber auch nicht…) gibt es nun mal wenig Möglichkeiten, die vermeintliche Erinnerung zu überprüfen.

Wirklich als Grundlage für Entscheidungen, als akzeptierter Bestandteil der eigenen „erweiterten Biographie“ oder sonstwie in relevanter Weise würde ich nur Erinnerungen akzeptieren, die sich entweder sinnvoll belegen lassen (z.B. durch konkrete, überprüfbare Namen und Ereignisse, die man in einem Archiv finden kann und von denen man definitiv nicht auf anderem Wege Kenntnis hatte), oder durch anderweitig nicht erklärbares Wissen, z.B. Ortskenntnisse.

Ich selbst war z.B. mit ziemlicher Sicherheit irgendwann mal in der Region der „Carrowkeel Passage Tombs“ in Irland zugange. Bei einem Besuch dort fand ich einen verschütteten Eingang, nachdem ich ohne erkennbaren Grund gedacht hatte „da hinten… *grübelgrübel* – da war doch dieser verschüttete Eingang…“. Und nein, da ist nicht alle paar Meter einer, sondern ich ging im unwegsamen, überwucherten Gelände rund 30 Meter präzise zu der Stelle, und da war er.
Die Frage ist – was macht man draus? Kaspert man sich einen ab und redet sich ein, daß man mindestens der Ober-Schamane war, unter dessen Leitung seinerzeit die Hügelgräber angelegt wurden? Oder nimmt man zur Kenntnis: „Uih, na sowas, hier war ich wohl auch schon mal“, ohne dabei zu wissen, – oder wissen zu müssen – ob man damals beim Bau der Anlage dabei war, im 16.Jhd dort Schafe hütete, oder im 19 Jhd. dort ein heimliches Date hatte… irgendwas war jedenfalls mal, das mich veranlaßt hat, mir diesen Ort zu merken. Und gut is’ – wenn es wirklich wichtiger sein sollte, wird der Rest schon noch hochkommen. Ich hab nichtmals angefangen, den Stollen freizubuddeln… ;-)

Ich erzähle das nur, um meinen Umgang mit diesen Dingen zu veranschaulichen. Die große Gefahr (na gut, sooo groß ist sie auch wieder nicht, Menschen glauben noch schlimmere Dinge…) bei Rückführungen und Vorleben ist, daß Menschen gerne den gleichen Unfug machen, den umgekehrt Erlösungsreligionen auf das „Himmelreich“ projezieren.

Sie fangen an, ihrem jetzigen, als „klein“, „bedeutungslos“ und ohnmächtig empfundenen Leben durch besonders tolle Vorleben Bedeutung zu geben und es dadurch erträglicher zu machen. Benutzen dabei aber die vermeintliche vergangene „Größe“, um in diesem Leben passiv und klein bleiben zu können und sich nur ein wenig an der Phantasie hochzuziehen… In diesen Fällen werden Inkarnation und Rückführung bzw. Rückschau, eigentlich Mittel unendlicher Freiheit und Befreiung, zur lähmenden Droge.

Bleibt auf dem Teppich, Leute. Auch früher gab es prozentual gesehen nicht mehr Mächtige und Reiche und Schöne als heute – und wenn 90% der Hobby-Rückgeführten janz dolle Priesterinnen und Helden und wattweißich waren, dann *hüstel*, ist das eher nicht ganz so wahrscheintlich, und man kann sich auch einfach ne DVD mit nem Ritterfilm ausleien, hmmm? Ist meist billiger, als ne Rückführungssitzung. ;-)  Bei ernsthaften Rückführungen oder aus wirklichem Wissensdrang erfolgenden Selbstexperimenten ist übrigens der Anteil der „tollen“ früheren Leben wesentlich geringer, die Erinnerungen weniger „spektakulär“, dafür aber meist hilfreicher und näher an der Wahrheit.

Interessant, und das wird auch mich noch mal zu ein paar Experimenten in dieser Richtung bewegen, wenn auch ohne höchste Priorität: das Weben und Flechten und zeitenübergreifende Lieben der Seelen-Rudel und -Seilschaften zu verfolgen. Zu ergründen, was (vielleicht) alles schon war mit den Wesen, mit denen man in dieser Runde auf unerklärlich tiefe Weise verbunden ist, den Liebenden, den Sparrings-Partnern. Nicht immer schmerzfrei, um es vorsichtig auszudrücken, aber zumindest dort liegt einiges an Erkenntnis- und Entwicklungspotential… wer sich solchen Themen lieber via Mattscheibe nähert, besorgt Euch mal eine alte Folge der X-Akten (X-Files Season 4, „The Field where I died“). Vielleicht habt Ihr andere Geschichten im Keller, aber für mich ist diese Folge (auch wenn sie teilweise unschlüssig und obendrein mit plumper Anti-„Sekten“-Panikmache gespickt ist…) ein Trigger des schreienden, schluchzenden Erinnerns. Weniger in der konkreten Handlung oder den Personen (obwohl „Melissa“ mich durchaus an jemanden erinnert), mehr in den Zusammenhängen, dem qualvollen, liebenden Wiedererkennen („In this life we came together, only to meet the past…“), dem schneidenden alten Schmerz, den wir gemeinsam durchleben und durchstarben. Kennen wir.

Frohes Forschen, frohes Leiden, frohes Genesen, Freunde! :)

Noch eine kleine Einschränkung in Bezug auf alles oben Geschriebene, und um die Verwirrung zu komplettieren: es gibt durchaus die Variante, daß unser Denken und Glauben unsere „Realität“ in einem Ausmaß mit-erschaffen, das ziemlich beunruhigend ist. Eine Vielzahl von Experimenten (u.a. systematische Out-of-Body-Experimente von Robert Monroe und dem nach ihm benannten Institut) weist darauf hin, daß es in den aus heutiger Sicht nicht-physischen Bereichen sozusagen alles zur freien Auswahl gibt – wer z.B. fest genug ans Purgatorium glaubt, wird auch eines vorfinden, wenn er eines Tages stirbt, und er wird nicht zurückdürfen, weil er es sich nicht gestattet, sich nicht selbst dazu ermächtigt.  Wer aber will, der kann. Sprich Reinkarnation gibt es – und gibt es nicht. Möglicherweise. ;-))

Das wäre übrigens auch eine Erklärung dafür, daß die meisten sauber dokumentierten Fälle sich in Regionen dieser Welt ereigneten, wo Wiedergeburt als „normal“ angesehen wird. Vielleicht erlauben sich die christlich indoktrinierten oder islamisch verseppelten Menschen 4 ebenso wie ordentliche Materialisten  einfach nicht, wiederzukommen? Oder nicht so oft?

Möglich. Wobei eine weitere, simplere Erklärung darin liegt, daß man Kindern, die in Indien erzählen, sie wären der und der, eher mal zuhört, während man sie hierzulande gleich entweder verdrischt, ihnen „erklärt“, daß sie sich das alles nur einbilden, den Priester um einen ordentlichen Exorzismus bittet, oder den Zwerg gleich als bekloppt zum Psychologen schleift… Und hinterher braucht man wieder kiloweise Drogen und/oder Hypnose oder laaaangwierige Prozesse, damit die zugeschüttete und weggeprügelte Erinnerung vielleicht noch hochdriftet. Und wundert sich, daß sie dann nicht allzu präzise ist…

Nun, wie dem auch alles genau sei: Ich war schon öfter hier, und mich wird man auch noch ein paarmal hier sehen. ;-) – und jedesmal gedenke ich etwas bewußter die Welten zu wechseln und mehr von den Übergängen bewußt zu erleben, zu verstehen, zu erinnern.

Ich werde berichten, sofern ich mich in der nächsten Runde noch an das Admin-Paßwort für dieses Blog erinnere und es schaffe, vor meinem Ableben rechtzeitig für 20 Jahre Hosting im Voraus zu zahlen… ;-)

  1. Auch wenn ich die „Zeitenschrift“ nicht gerne zitiere und ihren Stil nicht mag – brauchbare Zusammenfassung in diesem Artikel, als Ausgangspunkt eigener Recherchen, wenn man will…
  2. Lesenswerte Bücher (Klick aufs Umschlagbild geht zu weiteren Infos und Bestellmöglichkeit) –
  3. Tom Shroder, „Old Souls: Compelling Evidence from Children Who Remember Past Lives: Scientific Search for Proof of Past Lives“
  4. Anmerkung: das bezieht sich jeweils auf die Großsekten der offiziellen „Weltreligionen“. Sowohl im Christentum als auch im Islam – dort z.B. bei den Mystikern der Sufis – gab/gibt es sehr wohl die alte „gesicherte Vermutung der Wiedergeburt“
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