Andere Projekte und Gemeinschaften

Elfenwald ist (k)eine Insel

Ansätze zum “Aussteigen”, “anders” Leben, zu Kommunen und “Freier Liebe”, anti-religiöser Befreiung, naturnahem Leben, spiritueller Gemeinschaft uvm. gab und gibt es buchstäblich Hunderte.

Gut so. Jeder noch so “beknackte” oder “abseitige” Ansatz kann vielleicht ein Krümelchen dazu beitragen, dem in weiten Teilen kranken und uneinsichtig vor sich hinwuselnden Mainstream heilende und weiterentwickelnde Impulse zukommen zu lassen. Und dazu, dem Leben auf diesem Planeten und der sich nach wie vor höchst irre aufführenden Menschheit im Besonderen den Arsch zu retten.

Einen guten Einblick in die bunte Vielfalt gibt es bei Eurotopia

Viele dieser Gemeinschaften sind nicht nach meinem Geschmack. Ist auch nicht ihre Aufgabe. Und wenn es eine Gemeinschaft gäbe, die “meine” Ideen bereits umgesetzt hätte, könnte ich mich dort entspannt anschließen und müßte mir nicht zur Lebensaufgabe machen, ein neues, weiteres Projekt zu realisieren…

Dennoch wird man als neues Projekt gern am Bisherigen gemessen – und oft auch, da es Nachdenken und Lesen und Recherche spart, mit existierenden Ansätzen in einen Topf geworfen.

Vergeßt es bitte. Selbstverständlich sind die Themen, denen sich Elfenwald stellt, nicht brandneu. Zumindest nicht alle. Über das meiste ist schon viel geredet und geschrieben worden, manchmal sogar sehr Sinnvolles, und zu manchem gibt es auch bereits gelebte Experimente. Doch Buntheit hat ihren Sinn – und die Mixtur, die das Elfenwald-Projekt umsetzen wird, ist auf ihre Weise einzigartig.

Ich arbeite auch bewußt in der Gründungsphase NICHT mit existierenden Gemeinschaften zusammen, um Nachäffungseffekte zu vermeiden. Der Austausch wird später noch intensiv genug werden, denke ich…

Einige Punkte, die meine Ansätze von vielen bisherigen unterscheiden:

  • die Form von Spiritualität, die Elfenwald anstrebt, ist sehr untypisch. Wesentlich stärker von naturwissenschaftlicher Seite her kommend und höchst allergisch gegen religiösen Mumpitz und Kapuzenträger aller Art.
  • “eigentümliche” Mischung aus sehr radikalen und sehr pragmatischen Ansätzen, so wird z.B. die Lebensweise in Sachen Architektur wesentlich “primitiver” und näher an der Natur sein als bei fast allen mir bekannten Projekten, wird aber ergänzt durch große Freude an Hochtechnologie, die eingesetzt wird, wo immer sie Sinn ergibt.
  • Kleiner. Oder größer. Die meisten Projekte spielen entweder im rein privaten/familiären Rahmen oder umfassen gleich mehrere Dutzend Menschen bis hin zu “Dörfern” von mehreren Hundert. Elfenwald wird im ersten Schritt mehr wie ein kleiner “Orden” funktionieren (also Erwachsene, die sich aus freier Entscheidung zusammenfinden, niemand wird hineingeboren), die Größe ist strikt begrenzt, und es ist nicht geplant, auf den Umfang eines Dorfes oder “Stammes” aufzurüsten – eher wird es dann “Ableger” geben.
  • Der Ansatz ist “elitärer”. Das ermöglicht, mit relativ wenigen Menschen sehr viele Themen zu bearbeiten und zu erforschen und zu leben. Auch ist weder die Gemeinschaft auf “Wachstum” und “Masse” ausgelegt, noch ihre Lehr- / Veranstaltungstätigkeit. Natürlich wird es offene Veranstaltungen geben und es wird eine Menge Material “für alle” via Internet zur Verfügung stehen, aber unsere Seminare, Coachings und Veranstaltungen werden schwerpunktmäßig für Einzelpersonen oder Kleinstgruppen sein.
  • Elfenwald wird sich wesentlich kompromißloser gebärden, als es viele der aktuellen Projekte tun. Natürlich (?) verlieren viele Projekte im Laufe der Zeit an Idealismus und “Kampfgeist”, aber den Grad an “bürgerlicher” Integration und staatstragendem Gerede, der vielfach zu beobachten ist, wird es bei uns hoffentlich so bald nicht geben…
  • “Virtualität”. Zur Präsentation nutzen selbst die technikfeindlichsten Communities mittlerweile das Netz. Aber sie leben nicht dort. Ich bin ein Internet-Mensch. Und ich weiß sehr genau um die Begrenzungen, aber auch um die Macht dieses Mediums. Und daß es eine der bedrohtesten Ressourcen der Freiheit geworden ist. Daher wird Elfenwald neben dem realen Leben im Wald und vielen anderen Themen auch sehr aktiv zur Netz-Guerilla gehören.

Es gäbe noch ein paar Dinge mehr zu sagen, aber das ergibt sich dann im Laufe der Zeit.

Jedenfalls sieht sich das Elfenwald-Projekt nicht in der Nachfolge irgendwelcher anderer Personen oder Strömungen oder gar Organisationen.

Auch wenn uns klar ist, daß wir greifbar-reale und energetische Wurzeln haben in der Vorarbeit anderer – ob uns diese nun gefallen oder nicht (z.B. sind die Verdienste von Findhorn unbestritten, speziell in Sachen alternative Landwirtschaft und Permakultur. Mir ist die Luft dort aber bereits auf den Webseiten eindeutig zu weihrauchhaltig… )

Getagged mit
 

Gute Anregungen und Tips bekommen?

Sag mit ein paar Euro Danke! Hilft beim Aufbau unseres Projektes und dem Ausbau dieser Webseiten!
Set your Twitter account name in your settings to use the TwitterBar Section.