Kuswechsel und neue Webseiten!
Die letzten Monate gab es hier wenig Neues zu sehen und zu lesen. Hatte Gründe.
Diese Gründe kann man im Blog nachlesen.
Neue Seiten:”Elfenwald 3.0” ist fertig, wenn’s fertig ist...
Dann wird auch der Wechsel von einem “Projekt” zu einer “OpenSource IDEEologie” deutlich werden.
Spur: » elfen
Glaubt Ihr wirklich an Elfen?
Sehen so Elfen aus? Eher nicht...

(Bild von figuren-shop.de)
...oder was hat es sonst mit dem Namen “Elfenwald”-Projekt auf sich?
Allein schon um rein materialistisch begrenzte Menschen ein wenig vor den Kopf zu stoßen, pflege ich auf den ersten Teil der Frage gerne mit einem grinsenden ausdrücklichen “JA” zu antworten.
Obwohl es sich in Wirklichkeit etwas differenzierter verhält.
Eine der Wurzeln für den Namen “Elfenwald” sind tatsächlich die Legenden über “Elfen”, das “Blaue Volk”, Sylphen, Devas, und was es noch so gibt im naturgeisterlichen Panoptikum.
Natürlich glaube ich nicht an Tinkerbell & Co und andere verkitschende Darstellungen von Naturgeistern.
Und wie in verschiedenen anderen Bereichen der “Grenzwissenschaften” und der “Esotherik” auch habe ich ein kleines Problem: das, was es an vermeintlichem “Wissen”, an populärmagischem Unfug, an vermeintlich “gechannelten” Elfen-Karten so gibt auf dem “spirituellen” Markt, reizt mich mit wenigen Ausnahmen allenfalls zum Lachen. Oder zum Kopf-an-die-Wand-Schlagen. Oder es fühlt sich dekorativ-nett-trivial an, aber nicht nach Wahrheit.
ABER. Ich habe eine Menge Erfahrung mit und in der Natur. Im Gegensatz zu den meisten Zeitgenossen kenne ich den Wald nicht nur vom Spazierengehen, sondern habe viele, viele Nächte in ihm verbracht. Und nicht nur im Wald. Ich kann keine Geistwesen “sehen” - und bin jedem höchst skeptisch gegenüber, der solches von sich behauptet, auch wenn ich es für prinzipiell möglich halte. Dennoch habe ich - für meinen Geschmack und selbst meine ausgeprägte Skepsis genügend - Indizien gesammelt, die auf die Existenz von so etwas wie Naturgeistern schließen lassen. Ebenso auf die Existenz einer “Persönlichkeit” von Pflanzen und Tieren, Möglichkeiten der telepathischen Kommunikation mit ihnen, etc.
Uns fehlt immer noch das Instrumentarium, um solche Sachverhalte für denkende Menschen zufriedenstellend zu belegen und sichtbar und “objektivierbar” zu machen. Und doch ist da zu vieles im Verhalten der Natur und in unserer Wechselwirkung mit ihr, was sich weder mit den gängigen “Naturgesetzen” noch mit den üblichen Psychotricks der Selbstverarschung, von denen jeder Mensch ja ein beachtliches Sortiment an Bord hat, erklären läßt.
Occam's Razor wird manchmal verdammt stumpf, und oft gerade in Momenten, wo man es sich als Rationalist in wohlgeschliffenem und ausgeklapptem Zustand herbeisehnt...
Mehr zu diesen Themen auch bei den Artikeln über Wasser, die “Geistige Welt” und Esotherik allgemein.
Tolkien - Die letzte Arche

Kurz und gut: ich halte es für sehr wahrscheinlich, daß es Existenzformen gibt, die unsere Altvorderen als “Elfen” benannten. Und ich denke, daß auch solche Wesenheiten, deren Existenz von den meisten Menschen geleugnet wird und deren Lieblingslebensräume immer weiter zurückgedrängt werden, einen Platz verdienen, wo sie ungestört sein dürfen und obendrein noch von ein paar “verrückten” Zweibeinern, die in der Nachbarschaft wohnen, geachtet und hier und da behutsam kontaktiert und “erforscht” werden - soweit sie dazu Lust haben... Auch wenn mich viele dafür mit einem Fingertippen an die Stirn bedenken werden: Pech gehabt. Naturwesen und ihre Lebensräume sind tatsächlich einer der Hintergründe des Elfenwald-Projektes und seines Namens. Wer damit ein Problem hat, möge sie als Symbol deuten - für einen Umgang mit Pflanze und Stein und Planet insgesamt, der von Achtung geprägt ist, für Partner und Freunde, nicht nur auszubeutende und zu zerstörende Ressourcen.
Im Gespräch mit einem “alt-linken” und sehr denkfähigen Paar aus Berlin kam ich vor einiger Zeit auch mal auf das Thema, und wurde gefragt, ob ich mit dem Namen nicht vor allem “Spinner” anziehen würde. Nein, kann ich nicht bestätigen. Was an meiner abweichenden Definition von “Spinner” liegt, einerseits, andererseits aber daran, daß zwanghaft nichtdenkende Flachesotheriker bei mir und meinen Theorien sehr eilig die Flucht ergreifen. Wer ansonsten “spinnt” auf diesem Planeten, wäre eine längere Erörterung wert. Die ich mir an dieser Stelle verkneife, nur zwei kurze Hinweise:
Erstens gibt es tatsächlich “Spinner”, die hier und da über Google & Co mit Suchbegriffen wie “Elfen nackt” auf meinen Seiten landen... scheint in der einschlägigen Szene ein Begriff für kleine Mädchen zu sein, ähnlich wie die “naturgeilen Nymphen” (”frische” Zwangsprostituierte, die wenigstens keine Kinder mehr waren) des Herrn “Paolo Pinkel” alias Michel Friedman. Menschen, die auf diese Weise nicht nur eine sehr merkwürdige und auf den Kopf gestellte Form der wunderbarsten Urkraft verfolgen, sondern auch noch die Namen netter Naturwesen als Codesprache für ihre Gewalt-”Akte” gegen Menschen mißbrauchen, dürfen gerne die Artikel über Frauen und Männer und Kinder und Sex hier lesen, - und dann bevorzugt wieder ihres Weges ziehen und nachdenken.
Der andere Hinweis ist ein Gruß nach Nordwesten: Die Isländer, wenn auch seit langem fest in der Hand der evangelischen Staatssekte, haben sich einen Teil ihrer alten Bräuche, ihres Halb-Wissens über bislang unerklärliche Dinge und ihres vermeintlichen “Aberglaubens” bewahrt. Wer das Land kennt, weiß, warum sie es damit leichter hatten als andere. Im Bauamt der Hauptstadt gibt es ganz offiziell eine “Elfenbeauftragte”. Sie scheint medial zu sein, und wenn größere Bauvorhaben anstehen, wo z.B. ein markanter Felsblock oder Hügel, der als Wohngebiet von Elfen in Verdacht steht, zerstört werden müßte, wird sie losgeschickt, um herauszufinden, ob dort tatsächlich schon andere Wesen heimisch sind und ob diese durch den Bau vertrieben oder sonstwie mißlaunig gestimmt werden würden. Und mehr als einmal hat man in Island Bauprojekte aus solchen Gründen abgeändert, eine Straße um einen Hügel herumgebaut, und derlei mehr. Aberglaube? Selbst wenn, so ist es ein sehr respektvoller Aberglaube. Respektvoller als der Aberglaube, mit einem bombastischen Aluminiumwerk nebst Privatwasserkraftwerk einen beachtlichen Teil dieses wunderbaren Landes verschandeln und vergiften zu müssen... Aber nicht wegen des Alu-Schwachsinns und des gehorsamen Dienstes am Gotte Mammon kam Island in die internationale Kritik, sondern wegen der Elfenbeauftragten und eines “Vorfalls”, wo ein traditioneller Magier in Regierungsbüros “schlechte Energien” rituell gereinigt hatte, in halboffiziellem Auftrag. Was gibt es da aufzuregen? In Berlin bräuchten wir eine Hundertschaft Erzmagier, um der “negativen Energien” dort Herr zu werden... Und in den Ländern, deren Presse sich über den isländischen “Aberglauben” mokierte, gehen nach wie vor Menschen in die aufdringlich bimmelnden “Gottes”-Gehäuse oder gar in die, von deren spitzen Türmen Lautsprecher oder Menschen gequält klingende Töne von sich geben, um zum “Gebet” zu rufen, und wenn der deutsche Wetterdienst eine neue Wetterstation eröffnet, zeigt das Staatsfernsehen gerne, wie der jeweilige Ortspfaffe die Station “weiht” - ebenfalls ein “magischer Akt”, und einer der dümmlicheren noch dazu. Soviel zu “Spinnern”.
Die zweite Wurzel des Namens “Elfenwald” ist die Elfenmythologie aus Tolkiens komplexer Welt, die geringfügig über die dem Kinobesucher bekannte Version und reine linguistische Basteleien hinausreicht. Was an den Querbezügen Tolkiens zur finnischen Mythologie und Sprache (an die er Quenya, die Elfen-Hochsprache Mittelerdes anlehnte) Weitergehendes dran ist, wieweit er u.U. Kenntnis von der umstrittenen “Bock Saga” hatte und Teile davon literarisiert verfälscht in seine Ring-Trilogie und das Silmarillion einbaute - da ist Vieles offen.
Ich gehöre zu denen, die - auch jenseits der üblichen eskapistischen Mechanismen - in Tolkiens Werk mehr erspüren als das “Abfallprodukt” einer sprachwissenschaftlich motivierten Spielerei. Ohne daraus eine neue Bibel oder ein Geschichtsbuch zu machen. Jedenfalls fühle ich mich den Elfen in dieser Welt am stärksten verbunden, ihre Welt und ihre Geschichte spiegeln manches, was ich über meine Gegenwart weiß und über meine Vergangenheit und Zukunft ahne. Nein, der Elfenwald wird nicht Schauplatz von “Herr der Ringe”-Conventions werden mit lustigen Menschen, die sich lange Ohren ankleben. Doch unsere Harfen und Lieder werden nicht nur an Avalon erinnern, sondern auch ein wenig an die verlorenen Hallen von Rivendell... Und die Art dieser Wesen, ihre sanfte, elastische Härte, ihre Macht und zugleich wissende Hilflosigkeit, ihre Aufrichtigkeit, ihr etwas borniertes Selbstverständnis, ihre zivilisierte Tödlichkeit, ihre Liebe zu Dichtung und Gesang, ihr vergehendes Bewahren-Wollen und ihre alte Freundschaft mit allen Wesen der Erde (außer Zwergen, versteht sich...) und den Wäldern und Bäumen und den Hütern der Bäume im Besonderen - all das macht sie zu guten Namens-Paten unseres Gegenentwurfs zu einer unappetitlich gewordenen Welt.
Und sollte die Welt die Wege hinabgehen, die ich vermute, sollten die Elfenwälder weiter aus der “normalen” Welt hinausdriften, so wie sich einst Avalon unter den Nebeln barg - nun, so wäre es durchaus denkbar, daß unsere Mikro-Nation Quenya zur offiziellen Sprache macht und das Tengwar den zu oft mißbrauchten lateinischen Buchstaben vorzieht... Aber noch ist es nicht soweit, und so hat das Gedicht rechts oben mehr dekorativen als prophetischen Charakter...1)
Ich hoffe, es bleibt dabei.
Und schließe diese Seite daher mit einem rätselhaften, von Tolkien nie “offiziell” übersetzten, aber mutmaßlich versöhnlicheren Text 2) - dem “Lied von Luthien”
Tolkien - “Lied von Luthien”

Anmerkung: Die Graphiken, Transliterationen und Übersetzungen der elbischen Texte stammen von der sehr guten Tengwar-Seite von Gernot Katzer, der übrigens ansonsten nichts mit dem Elfenwald-Projekt zu schaffen hat.
Wer wird ein weißes Schiff sehen, wie es den letzten Strand verläßt; mit weißen Gestalten in seinem kalten Leib, die klagen wie die Möwen?
Wer wird ein weißes Schiff beachten, unbedeutend wie ein Schmetterling, in der bewegten See auf Flügeln wie Sternen; wenn die See schwankt, die Gischt umherweht, die Flügel glänzen und das Licht erlischt?
Wer wird den Wind brausen hören, wie die Blätter des Waldes; die knirschenden weißen Felsen, wenn der Mond scheint, wenn der Mond schwindet und wenn der Mond vergeht, ein Leichenlicht; den murmelden Sturm und den sich öffnenden Abgrund?
Wer wird sehen wie die Wolken aufziehen, die Himmel sich biegen über zerfallenden Hügeln, die steigende See, den gähnenden Abgrund, die alte Dunkelheit jenseits der fallenden Sterne über gefällten Türmen?
Wer wird ein gestrandetes Schiff beachten, auf dem grünen Felsen unter roten Himmeln, eine blendende Sonne, die blickt auf glitzernde Knochen am letzten Morgen?
Wer wird den letzten Abend sehen, den allerletzten?
“Wenn der Mond auf uns, die Kinder Erús, scheint
ein himmlisches Juwel aus Silber, das über uns wacht
dann lauschen Blume und Baum in Schweigen
Oh Herrin des Westens, Sterne entzündend,
zu Dir singe ich, die Nachtigall!